Ehemaliger Kulmainer Pfarrer Bernd Philipp wehrt sich gegen Vorwürfe des entlassenen Mesners
"Lügen und Widersprüche"

Politik
Kulmain
21.08.2014
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Bernd Philipp, ehemaliger Pfarrer von Kulmain, setzt sich zur Wehr. Die Vorwürfe, die der entlassene Mesner von Obertraubling und dessen Sohn gegen den Geistlichen vorbrachten (wir berichteten), will er nicht auf sich sitzen lassen.

Nachdem Pfarrer Philipp sich zunächst nicht zu dem Fall äußern wollte, meldete er sich nun doch in der "Mittelbayerischen Zeitung" (MZ) zu Wort. Dabei wehrt er sich gegen die Vorwürfe an seine Adresse. Die Kirchenverwaltung hatte den langjährigen Mesner und Geschäftsführer der Sozialstation, Bernhard Schinko, wegen finanzieller Ungereimtheiten vor die Tür gesetzt. "Für sein massives Fehlverhalten entschuldigte sich Schinko mehrfach in langen Mails bei mir", sagte Philipp in der MZ. Als "infame Lüge" bezeichnete er deshalb die Aussagen von Mesner-Sohn Andreas Schinko. Der Mitterteicher Kaplan hatte gemutmaßt, die Kündigung seines Vaters könnte mit Vorgängen bei seiner eigenen Priesterweihe zu tun haben.

"Ich wollte seine Primiz nicht verhindern, das Gegenteil war der Fall. Die ganze Pfarrei, ein Primiz-Ausschuss und ich persönlich machten uns viel Arbeit, den Tag zu einem Erlebnis werden zu lassen." Dies sei auch gelungen. Der Neu-Pfarrer habe sich sogar in mehreren Mails bei Philipp dafür bedankt. Allerdings versäumte es der Primiziant, den Heimatpfarrer zum Essen ins Priesterseminar einzuladen. Nachdem der Regens dies monierte, habe Schinko sich in Widersprüche verstrickt und sei daraufhin zur Rede gestellt worden. Laut Philipp entschuldigte sich Schinko junior daraufhin per Mail bei ihm.

Der ehemalige Kulmainer Geistliche sagte der MZ weiter, dass er die Primiz sehr persönlich vorbereitet hätte und das Gutachten, das er für den Neupriester zu schreiben hatte, hätte dieser jederzeit einsehen können. "Darüber habe ich hinweggesehen. Aber wie er die Dinge nun darstellt, kann ich nicht im Raum stehen lassen."

Zum Rücktritt des Kirchenpflegers Josef Magerl nach 38 Dienstjahren, sagte Philipp gegenüber der MZ nur, dass dieser sich vor zwei Jahren nicht hätte wiederwählen lassen müssen, wenn das Klima unter ihm (Bernd Philipp) so schlecht sei. Nach vier vorangegangenen Jahren gemeinsamen Wirkens hätte man sich gut genug kennen müssen. "Ich frage mich wirklich, welche Motive hinter den Attacken der Schinkos und Magerls stecken."
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