12.10.2017 - 20:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Gemeinderat bringt Förderanträge auf den Weg Fördertöpfe abschöpfen

Der Gemeinderat möchte die Lebensqualität im Ort verbessern. Dazu fasst er den Beschluss, Fördergelder aus verschiedenen Töpfen für das Bürgerhaus, die Sanierung des Daddy-Haus-Areals sowie das Gelände rund um das alte Feuerwehrgerätehaus und den Speckermühlplatz zu beantragen.

von Bernhard KreuzerProfil

Die Barrierefreiheit im und rund um das Bürgerhaus wollen die Räte über das Bundesländer-Programm finanzieren. Hier erhoffen sie sich zu den 60 Prozent Fördergeldern noch einen Aufschlag von 20 Prozent aus dem Härtefonds. 368 000 Euro werden für 2018 und 578 000 Euro für 2019 in Ansatz gestellt.

Deutlich niedriger fällt der Zuschussantrag für die Sanierung des vierten Kellers im Areal des Daddy-Hauses aus. Erst eine Vermessung hatte ergeben, dass er im Eigentum der Gemeinde ist. Er sollte zugeschüttet werden. Das allerdings möchten weder Bürgermeister Günter Kopp noch das Gremium. Die Stabilisierung des Kellergewölbes wird 51 000 Euro beanspruchen und soll über das Bayerische Städtebauförderungsprogramm abgedeckt werden. Auch hier erwartet die Kommune eine 80-prozentige Förderung.

Eine Entwurfsplanung für die Neugestaltung des "Umfeldes am Alten Feuerwehrgerätehaus mit Gebäuden" und für die Umgestaltung des Speckermühlplatzes stellte Kopp vor. Mittel aus der Nordostbayern-Offensive Oberpfalz sind hier anvisiert. Da das Programm im hohen Maße überzeichnet sei, wäre es sinnvoll, jetzt einzusteigen, betonte der Rathauschef. Die Vorhaben sollen konkret gestaltet und eine Kostenermittlung erstellt werden. Für den Landkreis allerdings stehen für 2018 nur 3,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die bereits eingereichte Förderanmeldung bei der Regierung sieht voraussichtliche Aufwendungen von 345 900 Euro vor. Mit 90 Prozent wären 297 000 Euro förderfähig.

Vorgesehen ist demnach, das alte Wohngebäude an der Ecke Immenreuther und Hauptstraße abzureißen und den Platz mit einem Informationshaus, das Selbstverkaufsmöglichkeiten anbietet, auszustatten. Eine Konkurrenz zu örtlichen Geschäften werde man aber nicht schaffen, so Kopp. Die Asbestverkleidung des alten Feuerwehrgerätehauses wird entfernt und durch Holzschindeln ersetzt, der Platz gepflastert.

Bianca Greger (Freie Wähler) vermisste einen Zugang für Kinder zu dem Bach, der im ganzen Ortsbereich fehlt. Erneut warf Sybille Bayer (SPD) die Frage auf, wo die Mühlsteine von der Speckermühle geblieben seien. Es wird vermutet, dass sie irgendwann entsorgt wurden.

An erster Stelle steht die beim Gemeinderat die Neugestaltung des Areals um das alte Feuerwehrgerätehaus. Für eine deutliche Aufwertung und die Gesamtoptik werden deshalb 330 000 Euro für die Umfeldgestaltung für 2018 beantragt. 552 000 Euro sind des 2019, wenn der Speckermühlplatz fit gemacht werden soll. "Aber das ist Zukunftsmusik", meinte Günter Kopp.

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