Gemeinderat findet keinen Stadtort für E-Ladesäule
Stecker noch nicht gezogen

Politik
Kulmain
17.12.2016
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Eine Ladesäule für Elektroautos oder nicht? Vor der Frage stand der Gemeinderat in seiner Sitzung. Anstoß dazu gab eine Förderrichtlinie des Bundes und die Absicht des Landkreises, für interessierte Kommunen die Ausschreibung zu übernehmen.

Der Zukunftstechnologie stand das Gremium positiv gegenüber. Ein großes Aber kristallisierte sich jedoch bei der Debatte schnell heraus. Den Erläuterungen von Bürgermeister Günter Kopp war zu entnehmen, dass die Ladeinfrastruktur für die Jahre 2017 bis 2020 startet. Pro Säule werden Fördermittel von 60 Prozent bei Aufwendungen bis zu 6000 Euro gewährt. Bei Schnellladesäulen wird die Fördergrenze auf 12 000 Euro angehoben.

Positive Auswirkungen sah Florian Bayer (CSU). Er war dafür, auf den Zug aufzuspringen. Nur die Suche nach einem geeigneten Standort fiel schwer. Der Specknermühlplatz ist noch nicht hergerichtet. Dort jetzt schon eine Säule aufzustellen, sei nicht sinnvoll, meinte Günter Bäthe (FW). Ein anderer geeigneter gemeindlicher Platz für die Versorgung der Säule mit "grünem Strom" wurde nicht gefunden. Albert Sollfrank (CSU) fragte, für wen eine derartige Ladestation interessant sein könnte. Im Ergebnis seien es Durchreisende oder Bürger die zum Einkaufen gehen und in dieser Zeit das Auto frisch mit Strom auftanken. Seiner Befürchtung, nur wenige oder sogar keiner würden eine gemeindliche Ladestation nutzen, schlossen sich die Gemeinderäte an. Für Sybille Bayer (SPD) wäre eine solche Station für Tankstellen oder Gastronomiebetriebe interessant.

Wegen eines fehlenden Platzes wollen die Räte die Entscheidung hinausschieben, die Entwicklung beobachten und das Thema gegebenenfalls neu aufgreifen.

Bäume zurückschneiden billiger als neue StraßenlaternenFür den Abbruch des Daddy-Hauses und die Neugestaltung des Platzes erhielt die Gemeinde eine zweite Förderungsrate von 81 700 Euro, informierte der Bürgermeister.

Verzögert hat sich nach den Worten von Bürgermeister Günter Kopp der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße vom Bahnhäuschen in Oberwappenöst bis zur Gemeindeverbindungsstraße Unterwappenöst. Die Deckschicht konnte aufgebracht werden, die Feinschicht aufgrund der Witterung dagegen nicht mehr. Die Arbeiten werden im Frühjahr 2017 nachgeholt. "Es ist kein Beinbruch", meinte der Rathauschef.

"Nicht alle Wünsche können erfüllt werden", so die Aussage zu zusätzlichen in der Bürgerversammlung geforderten Straßenlaternen . Im Birkenbühl ergäben sie Sinn, und im Höhenweg sei ein Punkt schlecht ausgeleuchtet, führte Kopp aus. Protokollführer Arnold Koch gab den Rat, an einigen Stellen doch die Bäume und Büsche zurückzuschneiden. Verschmitzt stellte Hans-Gerd Reindl fest: "Jugendlichen ist es immer noch zu hell."

Das letzte Wort bei der Bauvoranfrage von Andreas und Katharina Rauch aus Oberbruck wird der Denkmalschutz sprechen. In der Nähe der denkmalgeschützten Dorfkapelle wollen die beiden ein behindertengerechtes Einfamilienhaus mit Carport errichten.

Seitens der Kommune spricht nichts dagegen. Der Gemeinderat sagte in seiner jüngsten Sitzung deshalb "ja". Hans-Gerd Reindl (SPD) stellte dazu fest, dass andere Gebäude noch viel näher an der Kapelle stünden und genehmigt worden seien.

Der Bauvoranfrage von Michael Sollfrank und Larissa Bothner, im Höhenweg ein Wohnhaus mit Garage zu bauen, stimmte das Gremium ebenfalls zu, ebenso dem Carport in offener Bauweise von Emil Busch im Quellenweg. (bkr)
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 17.12.2016 | 04:36  
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