29.03.2018 - 14:54 Uhr
Kulmain

Kreisrat Günter Kopp berichtet der CSU Kulmain Bauprojekte auf dem Plan

Bürgermeister Günter Kopp berichtete von der Arbeit als Kreisrat. Die Kreistagsarbeit wird derzeit geprägt von den Beratungen über den Kreishaushalt. Vorgeschlagen wurde, die Umlage von 46,25 Prozent auf 46 Prozent zu senken. Das bedeute aber nicht, dass Kulmain künftig weniger an den Landkreis zu überweisen hätte, denn die Rahmenbedingungen haben sich geändert und wegen der gestiegenen Finanzkraft ist eine höhere Zahlung zu schultern, betonte Kopp. Auch an den Gebäuden des Landratsamtes tut sich etwas. 1,7 Millionen Euro wird die Umbaumaßnahme vermutlich verschlingen.

Der CSU Ortsverband wählte seine Delegierten zur besonderen CSU-Kreisversammlung zur Wahl der Kandidatin oder des Kandidaten zur Europawahl
von Kurt ScharfProfil

Für die Sanierung der Realschule Kemnath, führte Kopp aus, soll ein großes Paket geschnürt werden. "Man braucht für die Sanierung oder den Neubau ein Konzept, denn die Investitionen liegen zwischen 13,5 bis 15 Millionen Euro." Weitere große Brocken sind das Berufsschulzentrum in Wiesau mit insgesamt 9,5 Millionen Euro, die Verbesserungen der Werkstätten, jeweils mit 250 000 Euro in den Jahren 2020 und 2021, die Sanierung der Dreifachturnhalle am Stiftlandgymnasium mit 6,5 Millionen Euro sowie die Ertüchtigung verschiedener Kreisstraßen mit der Brücke in Reuth.

Ein Mitglied machte darauf aufmerksam, dass die Schwimmausbildung für die Kinder Vorrang haben sollte und regte deshalb an, die Schwimmhalle Kemnath einer grundlegenden Sanierung zu unterziehen, damit für kleine Kinder vermehrt Schwimmkurse im Angebot stünden. Ebenso wurde darauf hingewiesen, dass mit der Schaffung einer Saunaanlage eine Attraktivitätssteigerung einhergehen würde.

Zur Landespolitik führte der Ortsvorsitzende aus, dass die Daseinsvorsorge mit Ärzten, Krankenhäuser, ÖPNV, Senioren- und Pflegeheimen auf dem Land ständigen Verbesserungen bedarf. Im Bereich der Breitbandverkabelung mit größeren Übertragungsgeschwindigkeiten wird für Kulmain über den "Höfebonus" eine lückenlose Anbindung mit Glasfaser aller Orte, mit einer Ausnahme, erreicht. Um die Ortskerne zu erhalten und gegen den Leerstand anzukämpfen, wurde vom Bayerischen Landtag die Nordostbayern-Offensive initiiert.

Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung wird daher in den Jahren 2017 bis 2020 die Förderung von Maßnahmen zur Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen mit einem erhöhten Fördersatz von 90 Prozent bezuschusst. Die Aufstockung der Finanzhilfen soll insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Region führen und dafür sorgen, dass die Abwanderung gestoppt und sich Anreize für die Zuwanderung herauskristallisieren. Die Gemeinde habe zwei Anträge für geeignete Projekte bei der Regierung gestellt, informierte der Bürgermeister. Ein heißes Eisen ist die Straßenausbausatzung, deren Aufrechterhaltung nicht mehr zeitgemäß ist. Zuletzt plädierte Günter Kopp für die Bereitstellung von Zuwendungen für Investitionen im Wasser- und Kanalbereich.

Für März kündigte Bürgermeister Kopp eine Informationsveranstaltung wegen der Ertüchtigung der Kläranlage Witzlasreuth an. Aktuell wird ein Konzept erarbeitet, welches auch den Zustand des Kanalnetzes beinhaltet. Bis Ende 2018 muss die Sanierung der Kläranlage abgeschlossen sein, um das Wasserrechtsverfahren abzuschließen und grünes Licht zu bekommen.

Die Europawahl wirft ihre Schatten schon voraus. Zumindest für den CSU-Ortsverband. Denn im Rahmen der Ortshauptversammlung wählten die Anwesenden ihre Delegierten und Ersatzdelegierten in die besondere Kreisvertreterversammlung. So wurden in geheimer Abstimmung Albert Sollfrank, Florian Bayer, Kurt Scharf, Josef Gößner und Josef Popp gewählt. Zu Stellvertretern wurden Alfred Lautenbacher, Dietmar Scherer, Stefan König, Georg Redl junior und Jonathan Scharf bestimmt.

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