04.12.2017 - 20:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Straße ab Wunschenberg nach halbjähriger Bauzeit für Verkehr freigegeben Freie Fahrt ins Naabtal

Komplett runderneuert hat die Gemeinde Kulmain die Straßenanbindungen der Ortschaft Wunschenberg. Mit dem Ausbau der Strecke zur Staatsstraße durchs Fichtelnaabtal setzt sie ihr Sanierungskonzept zum Erhalt der Verkehrsinfrastruktur fort.

von Arnold KochProfil

Wunschenberg. Nach rund siebenmonatiger Bauzeit übergab die Kommune die neu gebaute Gemeindeverbindungsstraße Wunschenberg-Naabtal offiziell ihrer Bestimmung. Rund eine Million Euro kostete die Maßnahme an der rund 30 Jahre alten Strecke. Zur Weihe durch Pfarrvikar Justin Kishimbe hieß Bürgermeister Günter Kopp am Freitag Gemeinderatsmitglieder, Bauunternehmer Egid Schreyer, die beiden Vertreter des Ingenieurbüros für Tiefbautechnik aus Marktredwitz, Mitarbeiter aus Verwaltung und Bauhof sowie Wunschenberger willkommen.

Nach einer Voruntersuchung des vorhandenen Straßenaufbaus, Rücksprache mit dem Staatlichen Hochbauamt und der Regierung der Oberpfalz als Zuwendungsgeber, seien der Bauentwurf erstellt und die Maßnahme im Frühjahr nach Ausschreibung an die Firma Schreyer vergeben worden, blickte Kopp zurück. Das knapp 1,4 Kilometer lange Stück sei von 3 auf 3,5 Meter verbreitert worden. Dazu entstanden vier Ausweichstellen mit einer Ausweitung auf je 6 Meter. Leitplanken mussten im Bereich der Straßenbäume eingebaut werden. Im unteren Bereich konnte die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde beschränkt werden, weshalb auf Leitplanken im Kurven- und Waldbereich verzichtet werden konnte.

Der Straßenkörper besteht aus 0,5 Meter Frostschutz, die Asphaltdecke aus 10 Zentimeter Trag- und 4 Zentimeter Feinschicht. Beidseits entstanden breite Bankette, neue Straßengräben und Feldzufahrten. Es fehlt noch die Markierung. Die Kosten belaufen sich auf rund 1 068 000 Euro bei einem Zuschuss von 860 000 Euro. Ein Dank galt der Baufirma sowie den Grundstücksbesitzern, Pächtern und Anwohnern, die Flächen abtraten, für Ernteausfälle entschädigt wurden und für Behinderungen Verständnis zeigten.

Die Bauingenieure Albert Vollath und Christoph Reger bestätigten eine reibungslose Planungs- und Bauabwicklung. Probleme seien in gemeinsamen Gesprächen vor Ort gelöst worden. Es wurden 1700 Kubikmeter Oberboden und 5800 Kubikmeter Erdreich bewegt worden. Neben dem vorhandenen Unterbau, der als Bodenaustausch wieder verwendet wurde, verbauten die Arbeiter 5600 Kubikmeter Frostschutz auf der rund 7000 Quadratmeter großen Straßenfläche. Laut Reger wurde die Kostenschätzung um 10 Prozent unterschritten. Der Straßenkörper wurde aus Wirtschaftlichkeitsgründen unter Abstimmung mit dem Hochbauamt mit einstreifigem Querschnitt gebaut. Dadurch konnten der Flächenverbrauch minimiert und tiefe Geländeeinschnitte verhindert werden.

In den vergangenen Jahren sind fünf Gemeindeverbindungsstraßen mit einer Länge von 6,5 Kilometer ausgebaut worden. Dazu gesellten sich eine Baugebietserschließung sowie innerörtliche Straßensanierungen auf einer Länge von 1,3 Kilometer. Die nächsten Maßnahmen werden bereits geplant.

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