18.08.2017 - 14:30 Uhr
KulmainSport

Leni Reithmeier ist in einer Jungen-Domäne erfolgreich Zwischen den Pylonen zu Hause

Sie ist eine richtige "Rennsemmel": Leni Reithmeier aus Kulmain hat ein Hobby, das man in erster Linie wohl Jungs zuschreibt. Aber die Achtjährige ist eine begeisterte Kart-Fahrerin - und eine ziemlich erfolgreiche dazu.

Eine Rennsemmel wie aus dem Bilderbuch: Leni Reithmeier aus Kulmain ist eine begeisterte Kart-Fahrerin und mischt die Jungen-Domäne ziemlich auf. Bilder: stg (2)
von Holger Stiegler (STG)Profil

Bei Familie Reithmeier in Kulmain dreht sich ziemlich viel ums Kart-Fahren - nicht nur Tochter Leni ist aktiv, auch Sohn Felix ist davon begeistert. Und bei den Rennen am Wochenende sind natürlich auch immer Papa Ralph und Mama Silke dabei. "Das geht von Coburg bis Hemau", sagt der Papa, rund 30 Rennen sind es pro Jahr. "Im Sommer braucht man sich an den Wochenenden nicht recht viel mehr vornehmen", ergänzt Mama Silke.

Eher durch Zufall ist Leni zum Kart-Sport gekommen. "Das war vor gut zwei Jahren, dass ich das zum ersten Mal ausprobiert habe", erinnert sie sich. Mit dem fünf Jahre älteren Bruder und ihren Eltern war sie auf einer Veranstaltung, bei der auch der MSV Falkenberg einen Stand hatte und Probefahrten mit dem Kart angeboten hat.

"Ich habe das gesehen und wollte das gleich ausprobieren", erzählt die heute Achtjährige. Zwei bis drei Runden war sie damals gefahren und wenig später hat sie sich das dann in Falkenberg auch vor Ort angeschaut - und den Bruder auch gleich mitgenommen. Eingestiegen ist sie mit einigen Rennen in der Altersklasse K0, die es nur in der Oberpfalz gibt. Seit April 2016 sind Leni und auch ihr Bruder für den AC Waldershof unterwegs.

Zwei- bis dreimal pro Woche stehen Trainingseinheiten auf dem Programm, hinzu kommen meist zwei Turniere pro Wochenende im Frühjahr und Sommer. "Das ist ein wirklich tolles Hobby, das aber auch Disziplin und Konzentration erfordert", berichtet Vater Ralph. Und ganz wichtig: das Üben der verschiedenen Figuren. Auf einem großen befestigten Platz wird mit Pylonen ein Parcours aufgebaut, der aus verschiedenen Aufgaben besteht.

Mit Geschick und Speed sind die Tore, Gassen, Kreisel und "Schweizer" möglichst fehlerfrei zu durchfahren. "Ein Rennen besteht aus einem Trainingslauf und zwei Wertungsläufen. Für das Umwerfen oder Verschieben von Pylonen gibt es Strafsekunden, die zur Fahrzeit dazugezählt werden", erklärt Leni.

Die Karts haben allesamt 6,5 PS, sämtliche Fahrerinnen und Fahrer sind natürlich mit Helm, Handschuhen und Rennanzug ausgestattet. Bei den Rennen wird mit den Karts des Veranstalters gefahren, trainiert wird mit den Fahrzeugen des Vereins. Aber zu Hause hat Leni natürlich auch ein Gefährt stehen. Haben denn die Eltern Angst, wenn die beiden Kinder mit den flotten Autos unterwegs sind? "Nein, Kart-Fahren ist wirklich ein sehr sicherer Sport", sagt Mama Silke.

Das Kart-Fahren ist nach wie vor eine Jungen-Domäne - auch wenn die Mädchen allmählich immer mehr werden. Im Training sind es in Lenis Verein bereits einige Mädchen. Unter den zwölf aktiven Fahrern, die auch an Turnieren teilnehmen, gibt es allerdings nur ein Mädchen - nämlich Leni. Und dass sie den Sport ziemlich gut beherrscht, beweist die üppige Sammlung an Pokalen, die sie bereits dank vieler herausragender Leistungen im Wechselspiel von Gas, Bremse und Lenkrad gewonnen hat.

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