Bauarbeiten zur Umgestaltung des "Daddy"-Anwesens in eine Grünanlage laufen
Über zwölf Stufen nach oben

Einen Eindruck vom Baufortschritt auf dem "Daddy"-Anwesen machten sich für die Gemeinde (von rechts) Bürgermeister Günter Kopp und Geschäftsleiterin Kathrin König. Zusammen mit (von links) Architekt Josef Weber und einem Mitarbeiter der Firma Lautenbacher besprachen sie zudem die Arbeiten für die Elektroinstallation. Bild: exb
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Kulmain
24.08.2017
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Einen Eindruck vom Baufortschritt auf dem "Daddy"-Anwesen machten sich für die Gemeinde (von rechts) Bürgermeister Günter Kopp und Geschäftsleiterin Kathrin König. Zusammen mit (von links) Architekt Josef Weber und einem Mitarbeiter der Firma Lautenbacher besprachen sie zudem die Arbeiten für die Elektroinstallation. Bild: exb

Langsam, aber sicher nimmt die Neugestaltung des früheren "Daddy"-Anwesens Konturen an. Ziel des Projekts ist eine Grünanlage, die sich in die Ortsmitte sehr gut einfügt und eine deutliche Aufwertung des Ortskerns darstellt.

Vor drei Jahren hatte die Gemeinde das Grundstück mit dem "Daddy"-Haus erworben. Die Überlegung war, das Gebäude wegen seines schlechten Bauzustandes abzureißen und den frei werdenden Platz für öffentliche Zwecke zu nutzen.

Im vergangenen Jahr erfolgten dann der Abriss und die Planungen zur Verwirklichung der Freifläche, im Juni, also vor zwei Monaten, nahm dann die Baumaßnahme ihren Anfang. Die Reste der abgebrochenen Mauer wurden mit Sandsteinen saniert und wieder aufgebaut, so dass nach der Auffüllung des Geländebodens der Verlauf noch 50 Zentimeter über den Boden sichtbar bleibt und an das historische Anwesen erinnert. Zudem wurden bereits zum größten Teil die Granit- und Sandsteinmauer fachmännisch verfugt sowie die Mauerabdeckung verbessert.

Streuobstwiese

Zwei Gartenbänke laden nach der Fertigstellung des Areals zum Verweilen und Ausruhen ein. Der Eingangsbereich in der Nähe der Granitmauer wird teilweise gepflastert und die ursprüngliche Asphaltfläche mit einer neuen Decke versehen. Eine Streuobstwiese mit fünf Obstbäumen gestaltet das restliche Gelände. Mit der Installation eines Strom- und Wasseranschlusses wird außerdem die Möglichkeit geschaffen, diesen bei kleineren Festen und Feiern zu nutzen.

Analog zur Steinmauer an der hinteren Seite führt künftig ein Fußweg mit einer zwölfstufigen Treppenanlage aus Granitsteinen als Zugang zur Grünanlage nach oben. Für die Beleuchtung wird ein Leerrohr in die Mauerabdeckung integriert, um bei Bedarf eine LED-Bestrahlung zu ermöglichen. Auch die alten Keller erhalten eine Ausleuchtung, mit Blick auf Sauberkeit und bessere Begehbarkeit werden die Böden in den Kellern zudem mit gebrannten Ziegelsteinen ausgelegt.

Die Kellereingänge werden mit Metall-Gittertüren ausgestattet, damit eine ausreichende Belüftung und Luftzirkulation für ein trockenes Klima sorgen kann. Die alten Zaungitter am früheren vorderen Geschäftseingang werden durch neue Metallelemente ersetzt und die schadhafte Mauer ausgebessert. Bei der Vermessung hat sich herausgestellt, dass der vierte Keller auch zum Besitz der Gemeinde gehört. Deshalb wird hier eine statische Ertüchtigung vorgenommen und der Eingang neu gestaltet.

60 Prozent Zuschuss

Die Maßnahme wird im Zuge der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen über das Bayerische Städtebauprogramm gefördert. Dabei stehen 203 000 Euro förderfähige Kosten zu Buche. Die Gemeinde erhält 60 Prozent Zuschuss, das heißt insgesamt 121 800 Euro. Wenn die Arbeiten normal verlaufen, wird die Grünanlage mit Einfriedung und Zugängen im Spätherbst fertiggestellt und benutz- beziehungsweise begehbar sein.

Weitere Vorhaben, wie die Umgestaltung des Geländes am alten Feuerwehrhaus sowie der Speckermühlplatz stehen im Anschluss zur Realisierung an. Diese Projekte sind im Zuge der "Nordostbayern-Offensive" beantragt worden, bedürfen allerdings noch der Förderungszusage durch die Regierung. Im Falle der Aufnahme in das Programm stehen Fördermittel von 90 Prozent im Raum.
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