05.04.2018 - 20:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Freie Wähler Kulmain bei Sanierungsmaßnahmen anderer Meinung als Planer Kein neues Turnhallendach nötig

Die Gemeinde investiert, nicht zuletzt in das Rathaus, das derzeit saniert wird. Um die Arbeiten ging es auch in der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler (FW) Kulmain im SV-Heim. In der Diskussion monierten deren Gemeinderäte, dass ständig neue zusätzliche Einbauten und Kosten zu beschließen seien, die ein Fachplaner von Beginn an wissen und berücksichtigen müsste.

Fast ausschließlich über kommunale Themen sprachen die Freien Wähler in der Jahreshauptversammlung. Bild: ak
von Arnold KochProfil

Auch waren sie bei der geplanten Turnhallensanierung der Ansicht, dass ein funktionsfähiges und in 2000 neu erstelltes Dach vorhanden sei und eine zusätzliche Dachdämmung möglich sein müsse. Ein neues Dach sei vermeidbar, war ihre Meinung. Versammlungsteilnehmer wiesen zudem auf die unansehnliche und strukturmäßig sehr unterschiedliche Friedhofsmauer hin, die ein einheitliches Bild erhalten sollte.

Zuvor hatte Vorsitzender Günter Bäte das Jahresgeschehen bei den "Freien" beleuchtet. Der Vorstand habe sich alle drei Monate zur Vorbereitung von Veranstaltungen getroffen. Der ehemalige Betriebsleiter und FW-Mitglied Reiner Kapustenski sowie Betriebsleiter Stefan Eulefeld führten im Mai durch die Asphaltmischanlage der Firma Markgraf in Rothenhof. Zum Jahresabschluss wanderten die Mitglieder, organisiert von Josef Hofmann, im November von Pullenreuth zur Glasschleif und verbrachten dort einen gemütlichen Nachmittag mit Sagen aus dem Steinwald. Die FW sammelte 131 Unterschriften für das angestrebte Volksbegehren des Landesverbandes zur "Abschaffung der Straßenausbaubeiträge". Bätes Dank galt den Sammlern. Die im September geplante Radtour sei dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen.

Mit Bianca und Harald Tretter berichtete der Vorsitzende auch vom Geschehen im Gemeinderat. Im Januar sei der Lenauer Forst unter den Gemeinden Kulmain (320 Hektar), Brand (80) und Immenreuth (107) aufgeteilt worden. Der Auftrag zur Planung der Sanierung der Schulturnhalle des Hauses des Gastes sei an Architekt Josef Weber gegangen. Beschlossen habe das Gremium unter anderem den Bau der Straße Wunschenberg-Naabtal, Nachrüstung der LED-Straßenbeleuchtung mit zusätzlichen Leuchten, Baukosten- und Zeitplan für Maßnahmen der Städtebausanierung und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses.

Ebenfalls saniert werden sollten der Festplatz unter Federführung von Reiner Kapustenski und Mithilfe des SV-Montagsteams sowie der Hochbehälter Ölbrunn. Begonnen worden sei die Gestaltung des Daddy-Hausplatzes. Die Gemeindeverwaltung und der Kindergarten wurden personell mit je einer Kraft verstärkt. Weitere beschlossene Maßnahmen waren die Einführung flexibler Eingangsklassen an der Grundschule, Neubau der Straße Wunschenberg-Naabtal und der Wasserleitung in der Marktredwitzer Straße, Sanierung der Friedhofshalle samt statischer Fundamentuntersuchung, Vergabe der Statik und Planung für Gewerke im Haus des Gastes und Turnhalle sowie das Verfahren für die Bebauungspläne Waldweg und Wunsiedeler Straße, wobei das Landratsamt letzteren als Gefälligkeitsplanung und deshalb als rechtswidrig ansieht. Der Gang zum Verwaltungsgericht mit weiteren Unkosten ist laut den Rednern beschlossen.

Themen im Gremium waren zudem der Ausbau der Straße Kulmain-Hundehütte-Zinst, Kauf eines neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr Zinst, neue Satzung und Küche für den Kindergarten, Umgestaltung des alten Feuerwehrgerätehauses samt Gebäudeabbruch Bader-Haus und Flächenneugestaltung. Der Bauhof erhielt eine Heckenschere zum Gehölzrückschnitt. In Auftrag gaben die Räte den weiteren Ausbau des Breitbandnetzes. Im Januar wurde erneut eine Verwaltungskraft für den ausscheidenden Kämmerer Arnold Koch eingestellt, im Februar die Neuausstattung des Kinderspielplatzes am SV-Gelände beschlossen.

Ursula Pleier berichtete von einer guten Kassenlage. Friedrich Tretter bestätigte ihre Angaben. Schriftführer Arnold Koch hatte das Protokoll zur Einsichtnahme ausgelegt. Vorschläge der Mitglieder für die Veranstaltungsplanung 2018 wird der Vorstand prüfen.

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