05.03.2018 - 20:00 Uhr
Kulmain

Josef Wismet gibt bei der KAB Kulmain Tipps zu Vorsorgevollmacht und Verfügung Patientenwille absolut verbindlich

Vorsorge im Alter durch Vollmacht und Verfügung ist wichtig, um rechtzeitig das in die Wege zu leiten, was man will oder nicht möchte. Für nähere Informationen hatten die KAB-Ortsvorsitzenden Otti Schönfelder und Josef Hofmann Josef Wismet von der KAB-Rechtsberatungsstelle in Weiden ins Pfarrheim eingeladen.

Josef Wismet. Bild: ak
von Arnold KochProfil

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung garantierten ein hohes Maß an Selbstbestimmung. "Es ist nicht immer einer Frage des Alters", erklärte der Referent und verwies auf den Unfall von Rennfahrer Michael Schuhmacher und dessen Folgen. Die Vorsorgevollmacht sei eine rechtsverbindliche Erklärung einer Person, für den Fall, nicht mehr selbst über ihre Lebensgestaltung oder medizinische Maßnahmen entscheiden zu können. Liege diese nicht vor, müsse Vormundschaftsgericht einen gesetzlichen Betreuer einsetzen. Dieser verwalte das Vermögen der zu betreuenden Person, erledige Bankgeschäfte, organisiere ambulante Hilfe oder einen Platz im Pflege- oder Altenheim. Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sollten mit den nächsten Verwandten besprochen werden.

"Für die Vorsorgevollmacht ist keine bestimmte Form gesetzlich vorgeschrieben. Sie kann handschriftlich, per PC oder mit einem Vordruck erteilt werden", müsse aber eine genaue Definition des Vollmachtumfangs enthalten. Seien Haus- und Grundbesitz vorhanden, so sei eine notarielle Vollmacht ratsam. Sie könne auch mehreren Personen gleichzeitig erteilt werden. Hier sollte eine Vollmachtreihenfolge festgelegt werden. Die Vollmacht gilt über den Tod hinaus und kann bis zur Abwicklung des Begräbnisses reichen.

Eine Patientenverfügung sollte alle drei bis vier Jahre erneuert werden. Dabei sollte ein Arzt Unterschrift und Geschäftsfähigkeit bestätigen. Sie garantiert, dass der vorher manifestierte Willen des Patienten durchgesetzt wird, falls dieser nicht mehr dazu im Stande ist, diesen zu bekunden. Die Patientenverfügung könne das Unterlassen lebenserhaltender und die Beendigung bereits begonnener Maßnahmen enthalten. "Hierbei ist der Patientenwille absolut verbindlich."

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