04.09.2017 - 20:00 Uhr
KulmainOberpfalz

Katholischer Frauenbud feiert 40-jähriges Bestehen Viel Schwung statt Midlife-Krise

Es gibt keine Midlife-Krise beim Katholischen Frauenbund. Beim Fest zum 40. Jubiläum präsentiert sich der Zweigverein agil, lebenslustig und für seine Mitglieder zielgerichtet.

von Arnold KochProfil

Mit einem ganztägigen Festprogramm feierte der Frauenbundes unter großer Beteiligung seiner Mitglieder 40-jähriges Bestehen. Den Jubeltag eröffnete am Sonntagvormittag ein von Ortspfarrer Markus Bruckner zelebrierte und vom Frauenbund selbst gestalteter Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Nach der Begrüßung durch den Präses zeigte das Führungsteam die neue Jubiläumskerze. "Wir zünden sie zum Zeichen der Freude über die Gemeinschaft so vieler verschiedener Frauen in unserem Zweigverein an. Sie leuchtet heute zum Lob Gottes", verdeutlichten die Sprecherinnen. Nach der Kerzenweihe, dem Kyrie und der selbst vorgetragenen Lesung trugen Mitglieder anhand der Buchstaben des Wortes Frauenbund dessen Zielausrichtung (Kasten) vor. Nach den eigenen Fürbitten schlossen eine Meditation und der Segen Bruckners den Festgottesdienst. Vor dem Heimweg erhielt jeder Besucher einen mit dem Namen des Frauenbundes versehenen Chipanhänger für den Einkaufswagen als Erinnerung.

Beim anschließenden Sektempfang im Martinsaal lud Rita König vom Führungsteam die Gäste zunächst zum gemeinsamen Mittagessen ein. Das Programm am Nachmittag gestaltete der Zitherclub Erbendorf musikalisch. Es begann mit der Festansprache der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Luise Fischer. Sie berichtete, dass der Jubelverein einer von 463 Zweigvereinen der Diözese Regensburg mit insgesamt 60.000 Frauen ist. Im Landesverband seien 170 000 und bundesweit 190 000 Mitglieder organisiert. Die Rednerin erinnerte an die Gründerin Ellen Ahorn, die auch heute noch als Vorbild in der Sozialpolitik und der Wertestellung der Frau in der Gesellschaft gelte. Ihre Idee lebe im Frauenbund weiter. Diese Gedanken zum Bewusstsein gelte es mit den vier Säulen Spiritualität, Bildung, soziales Engagement und Gemeinschaft weiterzutragen. "Der Frauenbund steht für Solidarität für Frauen; unser Tun basiert auf dem christlichen Menschenbild. Wir sind gesellschaftlich engagiert und politisch als Lobby für Frauen aktiv", verdeutlichte Fischer.

Aktuelle Ziele seien der dritte Rentenpunkt für Mütter und Erziehungszeiten, Lohngleichheit, Pränataldiagnostik, Besserstellung von Alleinerziehenden und von Zeitarbeiterinnen. Die Gemeinschaft unterstütze Frauen in Not und fordere kirchlich das Frauendiakonat. Die Pfarrgemeinde lebe von vielen engagierten Frauen, die diese mitgestalten wollen.

"Frauen haben einen langen Atem; uns ist die Zukunft der Kirche wichtig. Alles Wichtige muss sich verändern dürfen, um am Leben zu bleiben. Es gilt Tradition zu erhalten und neues zu gestalten", erklärte Fischer. Dies und die Gemeinschaft seien der Hauptgrund für den Beitritt. Die Rednerin dankte abschließend allen Führungskräften seit Bestehen für deren Arbeit.

Ein Wort - zehn Bedeutungen

Das F steht für christliche und im Glauben verwurzelte Frauen, R für Raum zur vielfältigen Entfaltung, A für Arbeit und Mühe, U für gemeinsame Unternehmungen und Veranstaltungen, E für Erinnerungen an gemeinsame Feste und Begegnungen und N für neue Mitglieder zur Stärkung der Gemeinschaft. B bezeichnet den Brückenbau auch zu evangelischen Schwestern in der Ökumene, U unbezahlbare ehrenamtliche Dienste für Pfarrei und Mitmenschen, N Nähe, Freundschaft und Geborgenheit im Zweigverein sowie D den Dank an Gott für 40 Jahre Frauenbund Kulmain und seelsorgerische Begleitung. (ak)

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