16.04.2018 - 20:10 Uhr
KulmainOberpfalz

Ortsverband feiert Jubiläum mit Kirchenzug und Diözesanpräses Thomas Schmid Vier Jahrzehnte KAB-Werte hochgehalten

40 Jahre Katholische Arbeiterbewegung (KAB) in Kulmain - ein Garant für den Erhalt christlicher und sozialer Werte in der Pfarrei und der Gesellschaft. Festlich feierte der Ortsverband am Samstagabend 40. Gründungsjubiläum.

von Arnold KochProfil

Ein aus Nachbarverbänden und kirchlichen Vereinen der Gemeinde bestehender Kirchenzug eröffnete das Festprogramm. Den Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zelebrierten Pfarrer und Präses Markus Bruckner, Diözesanpräses Monsignore Thomas Schmid und Kemnaths Stadtpfarrer Konrad Amschl. Die gesangliche Gestaltung übernahm der Kirchenchor. In der Predigt nahm Schmid die Stellung der KAB als Bindeglied in der Glaubensgemeinde und Gesellschaft zum Thema. Anschließend trafen sich Geistlichkeit, Mitglieder, und Gäste aus den Nachbarverbänden samt Fahnenabordnungen zum offiziellen Teil im Martinsaal.

Idee in Chorprobe

Nach der Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden Otti Schönfelder und Josef Hofmann ließen Christine Sollfrank und Ilse Brandl die 40 Jahre KAB Kulmain Revue passieren. Die Idee zur Gründung entstand bei einer Chorprobe im Januar 1978 geboren. Mit der damaligen Diözesanvorsitzenden Wilma Behringer, Diözesansekretär Hans Überschaer, Bezirksvorsitzendem Albert Koller, Bürgermeister Martin Haßmann und Pfarrer Richard Krieglsteiner fand am 30. März 1978 die Gründungsversammlung im Haus des Gastes. Heribert Griener und Otti Schönfelder wurden für ein Jahr als gleichberechtigte Vorsitzende gewählt. Die Kasse verwaltete Hans Dumler, Hans Scherm fungierte als Schriftführer. Den weiteren Vorstand bildeten Anton, Josef, Elfriede und Helga Wolf, Maria Griener, Hermine Klenk, Stefan Klenk sowie Alwin Schönfelder

Am Samstag, 1. Juli 1978, fand anlässlich der Neugründung ein Festgottesdienst statt. Diözesansekretär Überschaer wirkte als Kommunionhelfer mit. Die Festpredigt hielt Pfarrer Krieglsteiner. Unter den Besuchern befand sich auch Diözesanvorsitzende Behringer und Bezirksvorsitzender Albert Koller. Dem Gottesdienst schloss sich eine Feier im Gasthof Wiesend an.

Fahne des Arbeitervereins

Die Mitgliederzahl stieg auf 33. Am 8. April 1979 wurde die Führung für weitere drei Jahre gewählt. Im Januar 1982 löste Ludwig Birkner Gründungsvorsitzenden Griener ab. Dieser übernahm mit Ingrid Hofmann den stellvertretenden Vorsitz. Als äußeres Symbol sollte eine Fahne beschafft werden. Der verstorbene Kirchenpfleger Hans Scherm entdeckte beim Umbau des alten Pfarrstadels auf dem Dachboden die Fahne des früheren "Katholischen Arbeitervereins Kulmain" von 1911. Dieser wurde während der Nazizeit zwangsaufgelöst, die Fahne geriet bis 1986 in Vergessenheit. Scherm regte an, diese restaurieren zu lassen. Die Pfarrer Krieglsteiner, Christian Jung und Hans Riedl segneten am Freitag, 1. Mai 187, das restaurierte banner, das bis heute als KAB-Ortsverbandsfahne dient. Diakon Karl-Heinz Bock hielt die Festpredigt. Die Mitgliederzahl hatte 67 erreicht.

Fahnenträger Franz Griener wies 2010 auf den schadhaften Zustand der Fahne hin. Um das Erbe der KAB-Vorgänger zu bewahren, wurde diese in der Paramenten- und Fahnenstickerei im Kloster Michelfeld erneut restauriert. Die Segnung nahmen am 19. März 2011 Diözesanpräses Roland Batz und Ortspräses Pfarrer Markus Bruckner vor.

Die beiden Rednerinnen wiesen zudem auf die Vielzahl an mehrtägigen Fahrten und Tagesausflügen, Familiensonntagen bei Gerdi und Franz Griener in Erdenweis und Firmenbesuchen hin. Auch erinnerten sie an fruchtbringende Diskussionen im Anschluss an so manche Zusammenkunft sowie die Teilnahmen an Veranstaltungen. "Ich habe die KAB Kulmain immer als Gemeinschaft erlebt, in der man sich angenommen und gut aufgehoben fühlt. Ich bin, wie auch weitere 70, gerne Mitglied der KAB", versichert Sollfrank. Sie gedachte auch der verstorbenen, langjährigen stellvertretenden KAB-Diözesanvorsitzenden und langjährigen Ortsschriftführerin Edeltraud Sollfrank. Dem Rückblick war ein Abendessen vorausgegangen, bei dem die Pfadfinder die Bewirtung übernommen hatten (Bericht folgt).

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