Rücklagen bleiben durch Umlagen gesichert
Dank Umlage flüssig

Jede Menge zu tun gab es in den letzten Monaten für die Wasserwarte Gerhard Biersack und Markus Felix (2. und 3. v.l.). Vorsitzender der Wasserversorgung Siegfried Vornhof (1.v.l.) dankte ihnen nochmals herzlich mit einem Gutschein fürs Sibyllenbad.
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Kulmain
09.04.2018
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Altensteinreuth. Tief in die Kasse hat die Wasserversorgung Altensteinreuth in den vergangenen Monaten gegriffen. Zum einen mussten Rohre im Hochbehälter des Wasserhäuschens ausgewechselt werden, zum anderen galt es, neuen Hygienestandards Rechnung zu tragen.

Vorsitzender Siegfried Vornhof listete in der Jahreshauptversammlung in der Schutzhütte Ausgaben von 7708 Euro im Dezember und von rund 27 000 Euro im neuen Jahr auf. Dabei konnten nicht alle Ausgaben aus den Rücklagen gedeckt werden. Das hatte zur Folge, von allen 45 Anschlüssen eine Umlage von jeweils 350 Euro zu erheben. Vornhof lobte dabei den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Die Umlage sei von allen bereitwillig entrichtet worden. Dadurch müsse der Bezugspreis für Wasser von 40 Cent pro Kubikmeter nicht erhöht werden.

Die Installationen führten zudem zur Entnahme zahlreicher Wasserproben. In einer fanden sich drei coliforme Bakterien. Nach einer Leitungsspülung sei das Problem schnell gelöst gewesen, teilte der Redner erleichtert mit. Unbeanstandet blieben ebenfalls die neu geforderten Radonmessungen, die sich zu einem weiteren Kostenfaktor entwickelt haben.

Erhebliche Arbeiten und Freizeitopfer forderten die Installationen von den Wasserwarten Gerhard Biersack und Markus Felix. Vornhof sprach ihnen dafür ein Dankeschön mit einem Gutschein für den Besuch des Sibyllenbades aus. Zur Entlastung steht ihnen künftig Michael Krauß als dritter Wasserwart zur Seite. Die Verbesserungsarbeiten am Wasserhaus sind laut Vorsitzendem noch nicht ganz abgeschlossen. Ein Wasserzähler mit Alarmfunktion fehle noch. Er solle künftig bei ungewöhnlichem Wasserabfluss, wie er bei einem Wasserrohrbruch entstehen kann, eine Störmeldung senden.

Vornhof dankte besonders der Gemeinde Kulmain und deren Wasserwart Tobias Schroll für die Unterstützung. Bei den Arbeiten im Dezember sei nicht nur erforderlich gewesen, den Weg zum Wasserhäuschen vom Schnee zu räumen und Splitt zu streuen. Da musste auch der Bus der Firma im Schlepptau zum Wasserhaus hochgezogen werden. Im Mai wird die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür zu einer Besichtigung der modernisierten Wasserversorgungsanlage eingeladen. "Wasser gibt es dort umsonst", versprach Vornhof

Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank rechnete vor, dass das Wasser aus der eigenen Anlage besser sei als manches Mineralwasser und zudem ungemein billiger. "Ich bin sprachlos, was hier geleistet wird", meinte der Vertreter der Gemeinde.

Offen legte in der Versammlung Alfred Heser die Finanzlage der Wasserversorgung Altensteinreuth. Die nicht unerheblichen Ausgaben zehrten stark an den Rücklagen. Nur durch die erhobene Umlage blieben die Geldreserven gesichert.
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