12.03.2018 - 20:10 Uhr
Kulmain

Schwarzkittel richten im Zinster Revier nur wenige Schäden an Nebel erschwert Wildschweinjagd

Die Wildschweine verschonen auch das Revier der Zinster Jagdgenossenschaft nicht. Die Schäden halten sich zwar in Grenzen, doch die Bejagung ist nicht immer einfach.

von Externer BeitragProfil

Zinst. Der Vorsteher der Jagdgenossenschaft Zinst, Rudi Walter, sprach in der Hauptversammlung von einem ruhigen Jahresgeschehen. Vorstandssitzungen seien wegen fehlender Dringlichkeit nicht nötig gewesen. Wildschäden seien ohne großes Aufsehen unbürokratisch abgewickelt worden.

Laut Jagdpächter Josef Märkl ist die Abschussquote erfüllt worden. Acht Rehe wurden geschossen, sechs fielen Verkehrsunfällen zum Opfer, ebenso ein Dachs. Zudem gehörten drei Füchse, ein Fischreiher, vier Stockenten, sechs Krähen und sechs Wildschweine zur Strecke. Stellenweise war Wiesenbruch durch Schwarzkittel festzustellen. Deren Bejagung hätten die Maisstoppelfelder erleichtert. Nebel und wenig Schnee dagegen behinderten im Winter jedoch die Jägertätigkeit.

Die Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter des angrenzenden Kulmainer Reviers bezeichnete Märkl als bestens. Die Grenzjagd zum anderen Jagdbereich sei schon mit Problemen behaftet gewesen. Um weitere Jäger mit einzubinden, bedürfe es der Zustimmung des weiteren Jagdpächters Ulrich Wawreczka. Märkl bot an, bei Bedarf ein Wiesenalarmgerät für Rehe mit ihren Kitzen zur Verfügung zustellen und dankte für das gute Miteinander.

Kassier Max Weber berichtete von einem guten Kontostand, was Revisor Martin Müller bestätigte. Nach dem Tod von Karl Schraml war dessen Posten als Kassenprüfer vakant geworden. Auf Vorschlag übernimmt Andreas Kausler dieses Amt. Es gab keine Gegenstimme.

Von den drei Feldspritzen müssten zwei zur TÜV-Prüfung. Walter meinte, dass es zu überlegen wäre, ob noch alle Spritzen für die rund 50 Hektar Fläche notwendig sind. Er bat die Jagdgenossen, sich in die Spritzliste einzutragen, damit die Abrechnung erfolgen kann. Auch kündigte er einen Arbeitseinsatz für die Maschinenhalle mit Ausputzen der Dachrinne, Rückschnitt der angrenzenden Bäume und Aufräumen an. Er dankte den Schlossern Max Weber, Georg Wolf und Alexander Schraml für ihre Maschinenarbeiten.

Für Bürgermeister Günter Kopp ist die Bejagung von Wildschweinen mittlerweile eine große Herausforderung. Durch die hohe Population komme es zu einer atemberaubenden Vermehrung. Mittlerweile dürfte die Schonzeit im Landkreis aufgehoben sein, so dass eine Bejagung möglich sei, erklärte er. Der Landkreis stelle Entsorgungsbehälter für den Aufbruch des Schwarzwildes über die Hegegemeinschaften zur Verfügung und lasse diese tierischen Abfälle in regelmäßigen Abständen abtransportieren. Präventivmaßnahmen seien außerdem sehr wichtig, um auf mögliche Gefahren hinzuweisen und mit Kontrollgängen und technischer Unterstützung Wildunfälle zu vermeiden.

Die Versammlung beschloss, den Jagdpachtschilling einzubehalten, um für die Reparatur des Daches der Maschinenhalle ausreichend Mittel zurückzustellen. Außerdem soll eine Feldspritze veräußert werden. Seitens der Jagdgenossen kam die Anfrage, ob Fräsgut für die Wegeherstellung zur Verfügung stehe. Das sicherte Kopp zu, allerdings unter der Auflage, dass das Abholen und der Einbau in Eigenregie erfolgen. Jagdpächter Josef Märkl und seine Tochter Julia luden anschließend zum Wildgulasch ein.

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