Schwelbrand im Bad eines Wohnhauses in Oberbruck
Rauchmelder verhindert Schlimmeres

Bild: Denz
Vermischtes
Kulmain
12.09.2017
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Bild: Denz

Ohne Rauchmelder hätte dies wohl viel schlimmer geendet. Mitten in der Nacht steht eine komplette Wohnung im Kulmainer Ortsteil Oberbruck voll Brandrauch. Zwei Senioren verlassen rechtzeitig das Haus. Auslöser des Schwelbrandes ist ein Boiler. 

Oberbruck. Mitten in der Nacht zum Dienstag reißt das piepende Geräusch des Rauchwarnmelders die Bewohner eines Einfamilienwohnhauses aus dem Schlaf. Ein dichter beißender Rauch hat sich bereits ausgebreitet. Gerade noch rechtzeitig können sich die beiden Bewohner im Alter von 86 und 61 Jahren retten. Um 2.14 Uhr alarmiert die ILS  unter dem Alarmschlagwort "Brand Zimmer - Person in Gefahr" die Einsatzkräfte der Feuerwehren Kulmain, Immenreuth und Kemnath.

Schneller Einsatz

Innerhalb kurzer Zeit kommen 50 Feuerwehrleute mit vier Löschfahrzeugen, einer Drehleiter und weiteren Fahrzeugen an. Unter schwerem Atemschutz dringt ein Trupp der Kulmainer Wehr in das Gebäude vor und kann den Brandherd schnell ausfindig machen. "Der Rauch hatte sich beim Eindringen der Atemschutzgeräteträger bereits im Erdgeschoss, sowie über das Treppenhaus auch in die das Obergeschoss, ausgebreitet", berichtet Kreisbrandmeister Florian Braunreuther auf Nachfrage. Mit einem Überdrucklüfter versuchen sie den Brandrauch aus dem Gebäude zu bekommen und so den Sachschaden einzudämmen. Die beiden Bewohner erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert.

Boiler als Auslöser

Wie die Beamten der Kemnather Polizeiinspektion noch in der Nacht mitteilten, wurde der Brand "durch einen technischen Defekt am Wasserboiler, welcher sich im Badezimmer des Einfamilienhauses befand" ausgelöst. Im Verlauf des Schwelbrandes wurde das Badezimmer komplett verrußt. Den Sachschaden bezifferte die Polizei vorerst mit rund 3000 Euro. Gegen 4:30 Uhr rückte das letzte Einsatzfahrzeug der Feuerwehr von der Brandstelle ab.

Auch der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, zwei Rettungswagen und ein Notarzt, sowie Helfer aus Immenreuth waren vor Ort.  Die Koordination der Feuerwehren übernahm Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, unterstützt von Kreisbrandmeister Florian Braunreuther. 

Rettende Pflicht

Wie wichtig die Installation von Rauchwarnmeldern ist, zeigt sich bei diesem Brandereignis mehr als deutlich. Bereits seit 1.1.2013 sind diese in Neubauten verpflichtend. Für Alt- und Bestandsbauten gilt eine Nachrüstpflicht bis zum Jahresende 2017.

Die Bayerische Bauordnung besagt: "In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.“
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