27.03.2017 - 20:10 Uhr
LeonbergOberpfalz

Neue Häuser und ein Hochbehälter genehmigt - Bürgermeister von Südost-Link-Trassenverlauf ...: Kleiner Bauboom in der Gemeinde

"In unserer kleinen Gemeinde haben wir mehr Bauanträge als wesentlich größere Kommunen", freute sich Bürgermeister Johann Burger in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Gleich drei Bauanträge für den Neu- und Anbau von Wohnhäusern in Forkatshof, Neuhof und Königshütte wurden genehmigt. Max Zintl (CSU) setzte sich dafür ein, dass die Namen der Bauwilligen wieder öffentlich gemacht werden. "Es interessiert doch unsere Bürger, wer neu baut." Bürgermeister Johann Burger will dies rechtlich prüfen lassen.

von Josef RosnerProfil

Investition in Zukunft

Bauen will auch der Wasserzweckverband, der einen neuen Röhrenhochbehälter aus Polyethylen im Ortsteil Bergfelder bei Pfaffenreuth plant. Der Hochbehälter soll 200 Kubikmeter fassen und rund 280 000 Euro kosten. Finanziert wird das Projekt vom Wasserzweckverband "Pfaffenreuther Gruppe", Zuschüsse gibt es keine. Der Bürgermeister informierte, dass der bisherige Stampfbeton-Hochbehälter abgebrochen wird, erst dann folgt der Neubau. Die Arbeiten sollen heuer noch über die Bühne gehen. Eine Sanierung des bestehenden Hochbehälters wäre zu teuer gekommen, sagte Johann Burger "Mit dem neuen Bauwerk haben wir mindestens 50 bis 100 Jahre unsere Ruhe", beschrieb er das Projekt als Investition in die Zukunft: "Wir sind es unseren Bürgern schuldig, für sauberes Wasser zu sorgen."

Beibehalten wird die Grünabfallsammlung im Gemeindegebiet. Organische Abfälle können weiterhin bei Alois Männer in Zirkenreuth 14 und bei Max Zintl junior in Themenreuth 1 abgegeben werden. Die Gebühr pro Kubikmeter beträgt fünf Euro. Bezüglich Breitbandausbau informierte Burger, dass die Bauarbeiten Ende März beginnen. Eine erste Rechnung hat die Gemeinde schon bekommen. Ab Ende August sollten die Bürger der Gemeinde über schnelles Internet verfügen können.

Weitere Themen waren der Brückenneubau bei Hungenberg, wobei es hier noch nichts Konkretes gab, sowie die Arbeiten an Gemeindestraßen. Ausgebaut werden soll die Straße von der B 15 nach Themenreuth auf einer Länge von etwas über 400 Meter. Alois Männer legte eine Liste von Straßen vor, die wegen Winterschäden unbedingt hergerichtet werden sollten. Der Bürgermeister will dies prüfen lassen und hofft auf Fördermöglichkeiten. Kleinere Schäden sollen mit dem "Risse-Boy" behoben werden. Burger machte deutlich, dass die einzelnen Straßen nach und nach an die Reihe kommen. Bald konkret wird der energetische Ausbau des Pfarr- und Jugendheims, gefördert mit 106 000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm.

"Fauler Kompromiss"

Zum Trassenverlaufs des Südost-Links hoffte Burger auf ein Miteinander der Kommunen. "Dass die Trasse uns voll erwischt, damit hatte ich nicht gerechnet", zeigte er sich erstaunt. Thomas Lindner (Freie Wähler) sprach von einem faulen Kompromiss zulasten der Gemeindebürger. Abschließend appellierte der Bürgermeister Burger, keine Lappen oder Ähnliches ins Kanalnetz gelangen zu lassen. Ansonsten seien oft teure Reparaturen auf Kosten der Allgemeinheit nötig.

 

 

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