Aus dem Gemeinderat Leonberg
Weihnachtsmarkt in der Schwebe

Neue Holzfenster erhält das Pfarr- und Jugendheim Leonberg (Bild) und dazu gibt es eine neue Heizung. Beides wird im rahmen des KIP-Programm mit 90 Prozent bezuschusst. Die Ausschreibung soll im Spätherbst oder in den Wintermonaten erfolgen. Mit beiden Maßnahmen hoffen Gemeinde und Kirche Kosten für die Beheizung sparen zu können.
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Leonberg
15.09.2017
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Eine neue Heizung und neue Holzfenster bekommt das Pfarr- und Jugendheim Leonberg. Beides soll im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) angepackt werden. Bild: jr

Einig ist sich der Leonberger Gemeinderat, am Pfarr- und Jugendheim weitere Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen. Noch völlig offen ist dagegen, ob heuer ein Weihnachtsmarkt in Leonberg stattfindet.

In der jüngsten Sitzung wies Bürgermeister Johann Burger darauf hin, dass der 4. Advent, an dem bisher immer die Leonberger Weihnachtsmärkte über die Bühne gingen, auf den Heiligen Abend fällt. Burger brachte daher den 3. Advent als möglichen Termin ins Gespräch. Mitorganisatorin Tanja Wettinger (Freie Wähler) hakte ein und fragte: "Wo sollen wir da die Kunsthandwerker hernehmen? Die sind doch in Neualbenreuth." Wettinger schlug wegen der Termin-Problematik einen drastischen Schritt vor: "Wir sollten den Weihnachtsmarkt heuer ausfallen lassen." Bürgermeister Burger vertagte den Punkt daraufhin in die Oktober-Sitzung. Dann soll eine Entscheidung fallen.

90-Prozent-Förderung

Das Pfarr- und Jugendheim soll in einer weiteren Sanierungsphase eine neue Heizung bekommen. Außerdem sind neue Holzfenster vorgesehen, wobei sie den genauen Vorgaben des Denkmalschutzes entsprechen müssen. Bürgermeister Burger berichtete von Wasserflecken in Fensterbereichen. Durch neue Fenster sollen der Wärmeverlust eingedämmt und Heizkosten reduziert werden. Beide Vorhaben sollen im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) angepackt werden, wobei mit einem Fördersatz von bis zu 90 Prozent zu rechnen sei. Die Kirchenverwaltung stimmte zu, dass sich Kirche und Gemeinde wie schon bei den bisherigen abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen die verbleibenden Kosten teilen.

Martin Teubner (CSU) wollte vor einer Entscheidung erst die genauen Kosten wissen. Dazu gab es aber noch keine Angaben. Man einigte sich am Ende, das Projekt grundsätzlich auf den Weg zu bringen. Die Ausschreibung soll gegen Jahresende oder Anfang 2018 erfolgen - in der Hoffnung auf günstigere Preise. Als Übergangslösung soll die in die Jahre gekommene Heizung ertüchtigt werden. Nicht zuletzt soll das Pfarr- und Jugendheim einer statischen Untersuchung unterzogen werden. Beauftragt wurde ein Büro aus Amberg.

Probleme nach Starkregen

Aufgrund von Starkregenereignissen sei es im Gemeindegebiet wieder zu Überschwemmungen gekommen, wie der Bürgermeister berichtete. Betroffen waren Gebiete in Altenhammer, Neuhof und Dobrigau. Dort seien Kanäle und Straßen in Mitleidenschaft gezogen worden. Johann Burger bat die Landwirte, an kritischen Stellen ihrer Felder einen Grünstreifen zu belassen und nicht bis zur äußersten Grenze zu ackern. Durch Gräben an der Feldgrenze hätte das eine oder andere Schlamassel verhindert werden können. Der Einsatz der Feuerwehren zur Straßenreinigung sei den Landwirten in Rechnung gestellt worden, so Burger. Martin Teubner nahm auch die Anwohner in die Pflicht, etwas für den Eigenschutz zu tun. Gefragt seien Selbstverantwortung und die Zusammenarbeit mit den Landwirten.

Erneut ein Thema war der Buswendeplatz in Hungenberg. Bürgermeister Burger präsentierte eine Kostenberechnung aus dem Jahr 2009, wonach ein Bau 36 000 Euro gekostet hätte. "Wir haben diesen Wendeplatz im vergangenen Jahr aber für nur 3916 Euro gebaut." Weil es diesbezüglich zu Unklarheiten gekommen war, genehmigte der Gemeinderat die Arbeiten nochmals vollumfänglich - und zwar einstimmig.

Weiter bat Bürgermeister Burger Gemeinderat Josef Siller (CSU), den Handlauf des Brückengeländers bei Altenhammer zu begutachten. Die Brücke und das Geländer bestehen seit 20 Jahren. In der nächsten Sitzung soll Siller einen Bericht über den Zustand geben. Für den Ausbau der Brücke bei Kriegermühle wurde zwischenzeitlich ein Förderantrag gestellt. Kritik gab es am Ende zum wiederholten Mal an Unbekannten, die auf dem gemeindlichen Bauhof im Umfeld des Glas- und Kleidercontainers wild Müll ablagerten.
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