08.03.2018 - 20:00 Uhr
Leonberg

Leonberger Pfarrkirche soll innen und außen saniert werden Geburtstag in neuem Glanz

Die Leonhardi-Pfarrkirche soll innen und außen saniert werden. 2023 ist das Projekt dann vollendet - rechtzeitig vor der 300-Jahr-Feier.

Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeiderats gaben jetzt den Start der Außen- und der Innensanierung der Leonberger Pfarrkirche bekannt. Beim Ortstermin mit dabei waren (von links) Helmut Kipferl, Josef Siller, Pfarrgemeinderatssprecher Gottfried Bayer, Kirchenpfleger Wolfgang Kreger, Architekt Thomas Sticht, Pfarrer Anton Witt, Josef Schuller und Bernhard Lindner. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Ehrgeizige Ziele haben Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat: Der erste Besuch des Architekten aus dem bischöflichen Ordinariat Regensburg erfolgte bereits im vergangenen Juni. Von der Kirchenverwaltung wurde vor Ort Architekt Thomas Sticht mit den Planungen beauftragt. Noch heuer soll die Bestandsaufnahme durch verschiedene Gutachter erfolgen, die von Sticht in enger Abstimmung mit der Kirchenverwaltung beauftragt werden. "Aus den erarbeiteten Gutachten wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet", sagte Kirchenpfleger Wolfgang Kreger. Sobald dieser fertig sei, würden die Kosten gerechnet. Die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat wird anhand eines Finanzierungsplanes entscheiden, welche Maßnahmen zuerst in Angriff genommen werden. Klar ist schon jetzt: Start ist mit der Sanierung im Außenbereich, dann erst folgt die Innensanierung. Die Finanzierung soll durch Eigenmittel, Zuschüsse und Eigenleistungen erfolgen. Die Leonberger Kirche, die gerne als Hochzeitskirche genützt wird, ist zuletzt außen vor 20 Jahren erneuert worden. . Damals wurde der Kirchturm und der Dachstuhl instandgesetzt. Die letzte Innenrenovierung geht gar bis 1980 bis 1982 zurück, die letzte komplette Außenrenovierung war 1977. Das schmucke Gotteshaus ist in die Jahre gekommen wie ein erster Blick schnell zeigt.

Kirchenpfleger Wolfgang Kreger und sein Team haben das ehrgeizige Ziel, bis zum 300. Geburtstag des Gotteshauses alles in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und bauen in diesem Zusammenhang auch auf die Unterstützung von Pfarrer Anton Witt. Für Kreger und für viele andere Gläubigen ist das Gotteshaus eine der schönsten Barockkirchen des Stiftlandes. Info-Kasten

Initiatoren hoffen auf Unterstützung

Abt Anselm Schnaus vom Kloster Waldsassen gab 1721 den Auftrag für den Neubau der Pfarrkirche. Der Bau wurde begonnen unter Einbeziehung des ehemaligen Gotteshauses. Es war einst im gotischen Stil errichtet worden. Das Langhaus der jetzigen Pfarrkirche ist im Barockstil gebaut. Der Erweiterungsbau führte der in Bärnau beheimatete Maurermeister Philipp Mühlmayr aus. 1723 waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Diese Jahreszahl, so Kirchenpfleger Wolfgang Kreger, ist im Gebälk des Dachstuhl eingeschnitzt. Eingeweiht wurde die Pfarrkirche erst drei Jahre später, 1726 kam der damalige Weihbischof Gottfried Langwerth von Simmern nach Leonberg und erteilte den kirchlichen Segen. Bei der Einweihung wurde der heilige Leonhard als Kirchenpatron gewählt. Der vorherige Kirchenpatron, der heilige Emmeram, wurde an die zweite Stelle gerückt. Kirchenpfleger Wolfgang Kreger wirbt bei den Pfarrangehörigen schon jetzt um Unterstützung bei dem ehrgeizigen Vorhaben. Diese sei dringend nötig, wenn die Innen- und Außensanierung wie geplant gelingen soll. (jr)

Aus den erarbeiteten Gutachten wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet.Kirchenpfleger Wolfgang Kreger
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