20.02.2018 - 20:00 Uhr
Leonberg

Neuwahlen bei der Feuerwehr Großensees Mehr als 2500 Arbeitsstunden

Das Dorf ist klein, die Feuerwehr groß: Mit 166 Mitgliedern präsentiert sich der Großenseeser Verein in der Gemeinde Leonberg als stärkste Wehr. Viele Helfer sind derzeit beim Gerätehausbau gefragt.

Mit dieser Mannschaft geht die Feuerwehr Großensees in die kommenden sechs Jahre: (sitzend von links) Vorsitzender Matthias Härtl, Tanja Kipferl und Kommandant Thomas Lindner, (stehend von links) Harald Teubner, Dominik Putzer, Sebastian Putzer, Florian Riedl, Manuel Fachtan und Thomas Bayer. Bilder: jr (2)
von Josef RosnerProfil

Großensees. Viel Lob gab es bei der Jahresversammlung im Gasthaus "Finkenstich". Allein beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses hat die Wehr bislang schon mehr als 2500 Arbeitsstunden aufgewendet. Ein dickes Lob und die Ehrennadel der Gemeinde gab es für Tobias Kipferl, der nahezu immer auf der Baustelle anzutreffen war. Dank galt der scheidenden Jugendwartin Kerstin Malzer, die sechs Jahre lang die Leitung der Jugend inne hatte.

"Wir sind eine starke Feuerwehr, die stärkste in der Gemeinde Leonberg", bezifferte Vorsitzender Matthias Härtl die Zahl der Mitglieder mit 166 Personen. Er erinnerte an ein arbeitsreiches Jahr, nicht zuletzt wegen der anhaltenden Arbeiten am neuen Gerätehaus. Höhepunkt im gesellschaftlichen Bereich war das dritte Weinfest, das die Feuerwehr mit dem Schützenverein ausrichtete.

Mit eingebunden war der Verein im Ferienprogramm, bei dem die drei Wehren der Gemeinde den Kindern einen Spaßtag bereiteten. Aktiv waren die 13 Festdamen beim Mitterteicher Faschingszug, als sie dort Werbung für das Jubiläumsfest vom 27. bis 30. Juli machten. Gut angenommen wurden der gemeinsame Kappenabend der Feuerwehr mit dem Schützenverein sowie der erstmals angebotene Rosenmontagsball im Pfarr- und Jugendheim Leonberg. Ausdrücklich dankte Härtl seinen Mitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz rund um die Feuerwehr, ganz besonders beim Gerätehausbau.

Drei Ernstfälle

Kommandant Thomas Lindner berichtete von drei Einsätzen. Bei einem Verkehrsunfall und zwei Sturmschäden waren insgesamt 21 Einsatzkräfte gefordert. Lindner berichtete weiter von der Brandschutzwoche, bei der eine Vermisstensuche im Wald durchgeführt wurde. Unterstützend mit dabei war die BRK-Bereitschaft Bärnau mit ihrer Drohne. Die Zahl der Aktiven bezifferte Lindner auf aktuell 48 Feuerwehrdienstleistende, darunter 9 Frauen und 7 Feuerwehranwärter. Als erfreulich wertete der Kommandant, dass die Aktiven jetzt bis zu ihrem vollendeten 65. Lebensjahr eingesetzt werden dürfen. Lindner berichtete vom Besuch verschiedener Schulungen und Lehrgänge.

Abschließend ging er als Bauleiter auf den Gerätehausneubau in Großensees ein. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden", fasste er zusammen. Schade sei, dass sich die Zahl der Helfer auf eine überschaubare Gruppe reduziert habe. Lindner wünschte sich, dass sich für die Restarbeiten noch genügend Handwerker finden lassen. Bislang hätten die Mitglieder mehr als 2500 Arbeitsstunden ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet. Lindner listete die übrigen Arbeiten auf und bat um gezielte Unterstützung.

Jugendwartin Kerstin Malzer berichtete von aktuell sechs Jugendliche in der Feuerwehr. Für sie fanden Schulungen und Übungen statt, immer mit dem Ziel, die Grundlagen für den späteren Einsatz als Aktive zu legen. Aber auch im gesellschaftlichen Bereich sei die Jugend aktiv. Malzer zollte ihrem Vertreter Sebastian Putzer Dank für die engagierte Unterstützung und kündigte an, wegen familiärer Veränderungen ihr Amt als Jugendwartin nach sechs Jahren aufgeben zu wollen.

Bürgermeister Johann Burger dankte der Wehr für die enormen Aktivitäten: "Das, was ihr leistet, verdient höchsten Respekt. Ihr habt den Zeitplan beim Bau des Feuerwehrgerätehauses größtenteils eingehalten. Bitte macht jetzt zum Schluss so weiter, damit wir Ende Juli groß feiern können." Die Ehrennadel der Gemeinde hatte er für Tobias Kipferl mitgebracht, der nahezu immer auf der Baustelle anzutreffen sei. Dank galt Kerstin Malzer, die die Nachwuchsgruppe wieder auf Vordermann gebracht habe. Insgesamt hatte Burger ein großes Lob für die Großenseeser Wehr: "Ihr seid immer da, wenn ihr gerufen werdet."

Neues Fahrzeug gewünscht

Die Mitglieder des Vorstandes wurden zum großen Teil bestätigt. In den nächsten sechs Jahren steht Matthias Härtl weiter an der Spitze des Vereins. Kassierer ist Manuel Fachtan, Schriftführerin Tanja Kipferl, Jugendleiter Sebastian Putzer, zweiter Jugendleiter Florian Riedl. Die Kasse prüfen Josef Weiß und Norbert Bauer, Gerätewarte sind Hermann Hecht und Thomas Bayer, Fahnenträger Michael Männer und Dominik Putzer. Als Ortssprecher gehören Walter Fachtan, Harald Teubner, Josef Dill und Klaus Haberkorn dem Gremium an. Die Kommandanten werden erst in zwei Jahren gewählt. Einen abschließenden Wunsch hatte der Vorsitzende noch an die Gemeinde: ein neues Fahrzeug im neuen Gerätehaus.

Bitte macht jetzt zum Schluss so weiter, damit wir Ende Juli groß feiern können.Bürgermeister Johann Burger

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