Kirchenchor Leuchtenberg
Chorsängerin seit 68 Jahren

Singen ist ihre Leidenschaft. Seit 53 Jahren ist Josef Winter (vorne, Zweiter von rechts) beim Kirchenchor. Seine Ehefrau Anneliese Winter (vorne, Dritte von rechts) ist seit 68 Jahren aktiv. Hans Winter (hinten, Zweiter von rechts) bringt sich auch schon seit 53 Jahren ein. Bild: bey
Freizeit
Leuchtenberg
11.01.2017
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Normalerweise erntet ein Kirchenchor keinen Applaus bei der Gestaltung des Gottesdiensts. Am Samstagabend ist es anders.

(fz) Die Kirchenbesucher klatschten, als die Chorsänger geehrt wurden. Nach der Messe stellte Pfarrer Moses Gudapati in seiner Laudatio heraus, dass "wir alle dankbar und froh sind, dass unsere Pfarrei, obwohl sie klein ist, einen solch engagierten Kirchenchor hat, der mit seinem Gesang die Gottesdienste und Kirchenfeste bereichert".

Dies gehe nur, wenn sich im und für den Chor Menschen engagierten. "Denen sind wir zu Dank verpflichtet und ihre Dienste gilt es gebührend zu ehren", erklärte der Geistliche. Bischof Rudolf Voderholzer würdige diese Leistung mit Dankurkunden. Drei Jubiläen waren darunter, die der Oberhirte der Diözese mit "Gold ehrte", weil sie außergewöhnlich sind.

Start in Tännesberg


Allen voran war dies Anneliese Winter, die seit 68 Jahre Chorsängerin ist. Sie begann als kleines Mädchen im Tännesberger Kinderchor in der Kirche zu singen, wechselte danach in den Kirchenchor und dann nach ihrer Heirat mit Josef Winter in das Leuchtenberger Ensemble, in dem sie heute noch aktiv ist. Ihr Ehemann ist seit 53 Jahren dabei und zugleich Organisator. Dessen Bruder Hans Winter singt ebenfalls seit 53 Jahren im Kirchenchor.

Urkunden des Bischofs in Silber bekamen Monika Frischholz (35 Jahre), Belinda Woldrich, Annemarie Lindner, Anton Kick, Waltraud Humbs und Christa Hartwig (25 Jahre). Josef Frischholz ist seit 25 Jahren Chorleiter (wir berichteten). Er war bei dem Festakt nicht anwesend.

Die Pfarrurkunde erhielten Corinna Varnhold (13 Jahre), Renate Kraus, Gertrud Renner, Maria Winter (15) und Sabine Schwabl (18). Pfarrer Gudapati sowie Kirchenpfleger Hubert Zitzmann und Pfarrgemeinderatssprecherin Christine Schieder überreichten als Anerkennung zudem jeweils eine Flasche Johanniswein. Auf den Urkunden stand ein Spruch aus dem Psalm 104:33. "Ich will den Herrn singen, solange ich lebe, will meinem Gott spielen, solange ich da bin", las der Geistliche vor.

Agape-Mahl der Pfarrei


"Ich bitte sie herzlich, sich diesen Spruch der Heiligen Schrift zu eigen zu machen und weiterhin mit Freude dem Kirchenchor die Treue zu halten." Der Ehrung in der Pfarrkirche schoss sich das Agape-Mahl der Pfarrei im Gasthof Maier an, zu dem alle Ehrenamtlichen, die das ganze Jahr in und um die Kirche und Pfarrei mitarbeiten, eingeladen waren. Allen übermittelte der Seelsorger den Dank der Pfarrei.
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