20.12.2013 - 00:00 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Kindergarten St. Johannes in Leuchtenberg nach Umbaumaßnahmen für die Zukunft gerüstet In Teamarbeit Projekt gestemmt

Beim Rundgang durch den Kindergarten St. Johannes, der im 2014 das 20-jährige Bestehen feiert, kommt bei so manchem Erwachsenen der Wunsch auf, noch einmal Kind sein zu dürfen. Die Kleinen ab einem Jahr können hier spielen, toben, essen, schlafen - das alles in der Gemeinschaft. Dabei werden sie von pädagogischem Fachpersonal betreut.

Vor dem Spielhaus freuten sich Pfarrer Moses Gudapati , Anita Wittmann, Veronika Rupprecht, Bürgermeisterin Waltraud Benner-Post, Anneliese Meier, Kathrin Hilpoltsteiner, Josef Schönberger, Korbinian Schönberger und Hubert Zitzmann (von links) über die kindgerechte Einrichtung. Bild: sl
von Sieglinde SchärtlProfil

In sehr kurzer Zeit wurde der Kindergarten auf die Bedürfnisse der Kleinsten umgebaut und dabei Bestehendes mit verwendet. Beim Rundgang stellte Kirchenpfleger Hubert Zitzmann auch die neue Geschäftsführerin Kathrin Hilpoltsteiner vom Diözesan-Caritasverband vor, die Anneliese Meier ablöst. Zitzmann ging auf deren Aufgaben ein. Sie übernimmt die Abrechnungen der Kindergärten und entlastet damit Kirchenvorstand Pfarrer Moses Gudapati enorm.

Schutz für Finger

Vom Architekturbüro stellten Josef Schönberger und sein Sohn Korbinian die Maßnahmen vor. So wurde unter anderem im Krippenkinder-Gruppenraum die Küche erhöht, die Spielburg erhalten und gesichert, die Türen mit Fingerschutz versehen, der Schlafraum und die Ankleidekammer geschaffen und dabei die Fluchtwegsicherung gewährleistet.

Die Korktafeln im Eingangsbereich werden durch Magnettafeln ersetzt, und die Sprossenabstände des Treppengeländers durch Plexiglas gesichert. Die Waschplätze und Toiletten sind der Kleinkindergröße jetzt angepasst und farblich aufgewertet. Zusätzlich wurde zum Außenbereich ein neuer Ausgang zum neuen Brotzeitplatz geschaffen. Für den Gemüseanbau im Frühjahr sind Hochbeete aufgestellt und vieles mehr bereits angelegt. Der Rest folgt nach den Wintermonaten.
Josef Schönberger lobte vor allem die Handwerker vor Ort, die die Zeiten und Anforderungen bestens einhielten. Das Ganze wird etwa 50 000 Euro ausmachen, davon 15 000 Euro für die Sicherheitsauflagen. In den großen Ferien wurde das Objekt, das in der Marktgemeinde mit einstimmigen Beschluss genehmigt worden war, beendet. Einhellige Meinung in der Runde war, dass das gesamte Team, Kindergarten, Kirche, Marktgemeinde, Landratsamt, Architektenbüro, eine Einheit bildete und somit konnte diese außergewöhnliche Maßnahme gestemmt werden.

Im Dezember 2012 wurde diese einzigartige Möglichkeit, so Bürgermeisterin Waltraud Benner-Post, aufgegriffen. Sie spricht von einer " pädagogisch wertvollen Betreuung", die hier geboten werde. Die Einrichtung stehe für die hervorragende Weiterentwicklung der Gemeinde.

Kindergartenleiterin Veronika Rupprecht führte durch das Haus. Für die Krippenkinder ist der Kindergarten von 7 bis 14 Uhr geöffnet, die Mindeststundenzahl beträgt 20 Stunden. "Es ist auch wichtig, dass die Kleinsten mindesten 20 Stunden hier sind, denn nur so kann ein fester Bezug zu den Kindergärtnerinnen geschaffen werden." Die zur Zeit elf Kleinsten werden von Kindergärtnerin Anita Wittmann betreut und insgesamt hat die KiTa zur Zeit 30 Kinder. So ist es hier keine reine Krippe, sondern eine altersgerechte Gruppe. Der Übergang zu den älteren Kindern verlaufe fließend.

Viele Handgriffe

Meier dankte besonders dem Personal, das einen Kraftakt geleistet habe. Alle haben die Konzeption umgesetzt und sich auf das "neue Kinderalter" eingelassen. Um dem Ganzen gerecht zu werden, wäre es wichtig, eine Vorpraktikantin anzustellen, denn es gibt sehr viele Handgriffe, die bei den Kleinsten not- und zeitaufwendig sind, lautete auch der Tenor von Kirchenpfleger Hubert Zitzmann.

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