CSU prangert Polemik der SPD-Räte an
Zu wenig Mitarbeiter in der Verwaltung

Politik
Leuchtenberg
15.03.2018
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Bürgermeister Anton Kappl war angefressen: "Beschlüsse mit finanzieller Tragweite werden gemeinsam und einstimmig gefasst", meinte er, "und wenn dann Gemeinderäte öffentlich kundgeben, dass zu viel Geld ausgegeben wird, dann ist das ein Stil, der mich an der Gemeinsamkeit für Leuchtenberg zweifeln lässt."

Vorsitzender Rainer Schmeidl erläuterte auf der CSU-Jahreshauptversammlung anhand von Zahlen die Situation der Verwaltungsgemeinschaft: Das Problem seien nicht die Mitarbeiter, sondern die Unterbesetzung. Soll seien 8,5 Kräfte, angestellt seien derzeit vier. Die Verwaltungsgemeinschaft sei mit nur zwei Mitgliedsgemeinden zu klein. Im Vergleich zu anderen liege man bei einer Bürgerumlage von 250 Euro pro Einwohner um das Doppelte darüber. Das bedeute für den Markt Leuchtenberg jährlich über 100 000 Euro. Wunsch der CSU sei eine leistungsfähige und finanzierbare Verwaltung. Kappl zeigte sich überzeugt, dass auch die Verwaltung wieder besser arbeiten könne, wenn die Personalprobleme bei der VG Tännesberg gelöst würden. "Man fährt derzeit mit der Straße nach Döllnitz das größte Projekt der letzten Jahre." Kappl berichtete von den Fortschritten: Der Breitbandausbau erreiche die kleinen Dörfer und Bauplätze seien begehrt. Im Baugebiet "Pfarrhäusl" hat die Gemeinde sieben Parzellen verkauft und auch die Kirche bereits drei veräußert.

CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger sagte, dass die CSU die Außenstelle in Leuchtenberg erhalten wolle, wenn man die derzeitigen personellen Probleme im Griff hat. Der Manteler Bürgermeister und Landtagskandidat stellte fest, dass man seit Bürgermeister Kappl den Gestaltungswillen in Leuchtenberg sehe. Beispiel sei das Gemeindezentrum. "Mein Credo ist die Stärkung der Kommunen, um ihnen finanziell weiteren Handlungsspielraum zu bieten", sagte er. "Lebensqualität entsteht vor Ort und darum gibt der Freistaat den Kommunen Hilfen, damit diese nicht nur verwalten, sondern auch gestalten können."

Schmeidl berichtete von Veranstaltungen, mit der die CSU das öffentliche Leben in der Gemeinde bereicherte: der Seniorennachmittag, das Weinfest, oder der Hausfasching sowie der politische Mittwoch. Der Vorsitzende ehrte dann Josef Baier für 15 Jahre, Justin Winter für 20 Jahre und Maria Ermer für 30 Jahre Mitgliedschaft in der CSU.
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