Marktrat Leuchtenberg
Kinder brauchen mehr Platz

Ein Idyll für die Kinder ist der Kindergarten St Johannes. Vor 28 Jahren gebaut, stößt er mittlerweile bei den Belegungszahlen an seine Grenze. Bild: fz
Politik
Leuchtenberg
11.10.2017
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Berühren oder beeinträchtigen drei sich in Planung befindende Windräder auf dem Feistlberg (Wernberg-Köblitz) denkmalschützerische Belange der Burg Leuchtenberg? Im Marktrat gibt es darauf Antworten

Sowohl beim Flächennutzungsplan als auch beim Bebauungsplan der Gemeinde Wernberg-Köblitz hatte Leuchtenberg ausdrücklich auf die Nähe zur Burg hingewiesen und denkmalschützerische Belange angeführt. Daraufhin haben die Erbauer zur Prüfung ein Büro beauftragt, darüber zu begutachten.

Das 100-seitige Papier stellte Bürgermeister Anton Kappl in der Marktratssitzung vor. In die Prüfung wurden in einem Radius von sechs Kilometer um den geplanten Standort sämtliche Baudenkmäler einbezogen. Dies war neben der Burg Leuchtenberg auch die Burg Wernberg und die Nikolauskirche in Luhe. Für Leuchtenberg kommt dabei heraus, dass die Beeinträchtigung und Betroffenheit der Burg Leuchtenberg in der Einstufung "gering" ist.

Man sehe zwar von dem Bauwerk aus die Windräder, blickt man aber auf die Burg, so liege diese im Rücken des Betrachters. Von mehreren Standorten aus konnte man nicht erkennen, dass beim Blick auf die Burg die Windräder dahinter zu sehen sind. "Das war's dann", sagte Bürgermeister Kappl.

Die Helfer vor Ort (HvO) haben ein neues Einsatzfahrzeug bekommen (wir berichteten). Den erforderlichen Umbau für 1000 Euro müssen sie jedoch selber tragen. Dies soll mit Spenden bewerkstelligt werden. Darum stellten die Helfer auch einen Antrag bei der Gemeinde auf Förderung. VG-Geschäftsleiter Marc Rupprecht beendete die Diskussion darüber, indem er feststellte, dass dies ohne einen Haushalt nicht möglich ist. Per Beschluss wurde der Antrag zurückgestellt, bis ein rechtskräftiger Haushalt vorliegt.

Kappl informierte das Gremium, dass der Kindergarten St. Johannes von der Belegungszahl am Anschlag und auch teils darüber ist. Man überbrücke dies durch Nutzung zusätzlicher Räume. Hier müsse eine Lösung gefunden werden. In Anbetracht dessen, dass es derzeit für die Schaffung neuer Kindergartenplätze bis zu 90 Prozent Förderung gibt, gehen die Überlegungen auch in Richtung Erweiterung.

Träger ist die Katholische Kirchenstiftung. Die Kommune stellt aber den Förderantrag, und die Kirche baut. Gespräche über das Vorgehen haben bereits stattgefunden, weitere folgen in diesen Tagen, informierte der Gemeindechef.
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