23.11.2017 - 20:32 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Marktrat Leuchtenberg Straße fällt vorerst ins Wasser

wollte mit Tännesberg die Straße von der B 22 (Bernrieth) nach Döllnitz und die Trasse von Michldorf nach Kleinpoppenhof ausschreiben, um so ein besseres Ergebnis zu erzielen. Jetzt bleibt jedoch nur eine übrig.

Sie sieht gar nicht baufällig aus, die Brücke, unter der die Luhe durchfließt. Ein Gutachten sagt jedoch anderes aus. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

In der Marktratssitzung informierte Bürgermeister Anton Kappl, dass die Ausschreibung nur mehr für die Tännesberger Maßnahme und dann für die Straße nach Döllnitz vorgenommen wird. Die Trasse nach Kleinpoppenhof fällt vorerst flach.

"Grund dafür sind neue Erkenntnisse, die zeitlich alles durcheinander wirbeln", sagte Kappl. Bei der technischen Planung im Vorgriff auf die Ausschreibung wurde erneut der Brückengutachter hinzugezogen, der bereits vor einem Jahr eine Expertise erstellt hatte. Dabei kam nun heraus, dass die Brücke über die Luhe deutlich mehr Schäden aufweist, als ursprünglich festgestellt.

Der Sachverständige ergänzte das bestehende Gutachten dahingehend, dass die Standfestigkeit der Brücke nun nicht mehr gewährleistet sei und deshalb eine Sperrung auf 3,5 Tonnen zu erfolgen habe. Weiter müsse die Brücke nicht mehr mittelfristig, sondern umgehend saniert oder neu gebaut werden.

Dies habe zur Auswirkung, dass die Brücke mit in die Planung einbezogen werden müsse, sei es nun die Sanierung des Wellstahldurchlasses, den Neubau eines gleichen Durchlasses oder einer Betonbrücke. Die Straße kann so in 2018 nicht realisiert werden, sondern frühestens 2019. Der Knackpunkt ist noch dazu, ob die Brücke im selben Umfang förderfähig ist, wie die Straße (bis zu 90 Prozent). Denn grundsätzlich ist sie das nicht, weil sie unter Straßenunterhalt fällt, machte der Bürgermeister deutlich. Sobald ein Entwurf mit möglichen Kosten vorliegt, darf sich der Marktrat damit beschäftigen.

Im Hochbehälter Wittschau müssen drei Pumpen zu je 2000 Euro ausgetauscht werden. Beim Bauantrag von Fritz Zwack auf Errichtung eines Unterstellstands für Pferde mit Heulager auf dem ehemaligen Sportplatz in Michldorf gibt es noch einige Punkte wie Wasserver- oder Abwasserentsorgung zu klären. Darum wurde das Gesuch vertagt. Niemand stimmte gegen den Bauantrag von Bürgermeister Kappl und Maike Kappl. Es ist auch nur eine einfache Überdachung des Hauseingangs als Balkonkonstruktion geplant. Die Gemeinde bekommt für sämtliche Einrichtungen Strom von Eon. Der Vertrag läuft zum Jahresende aus. Der Rathauschef erläuterte, dass man einen neuen Stromliefervertrag ausschreiben kann. Sein Weg tendiere jedoch dazu, sich an die Sammelausschreibung des Bayerischen Gemeindetags anzuhängen.

An die 2 500 000 Kilowattstunden Strom verbraucht die Gemeinde, davon 110 000 für die Straßenbeleuchtung. Dazu kommen Schule, Bauhof, die Feuerwehrhäuser, die Wasserver- und Abwasserentsorgung und vieles mehr, erläuterte Verwaltungsleiter Marc Rupprecht. Der Gemeindetag schreibt im Sommer wieder neu aus. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, für 2018 den Vertrag mit dem wirtschaftlichsten Bieter einzugehen und sich ab 2019 an die Sammelausschreibung anzuhängen.

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