05.07.2017 - 15:40 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Marktrat Leuchtenberg vergibt Gewerke für Gemeindezentrum Sanierung kostet mehr Geld

Für den Umbau der Leuchtenberger Mehrzweckhalle vergibt der Marktrat weitere Aufträge. Die Maßnahme wird aber wohl teuerer als bisher vorgesehen.

Die marode Straße von Kleinpoppenhof durch das Luhetal nach Michldorf steht kurz vor dem Ausbau. Der Marktrat vergab in der Sitzung den Auftrag. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

(fjo) Einstimmig durchliefen sämtliche Entscheidungen am Dienstagabend den Marktrat. So auch der nachträglich in die Tagesordnung aufgenommene Antrag der Bauherren Hofstetter und Fink auf Umbau und Erweiterung der bestehenden Doppelgarage inmitten des Straßenzugs "Am Feiler".

Zu den Sitzungsprotokollen der vergangenen Monate vermisste Bernhard Kammerer (CSU) weitergehende Ausformulierungen: "Man kann daraus nicht viel herauslesen." Freilich entsprächen die Niederschriften der Geschäfts- und Gemeindeordnung. "Vielleicht sollte man manche Sachen aus der Diskussion heraus mit aufnehmen und auch Hinweise zur Meinungsbildung oder Hintergründe für Gegenstimmen." Das fand auch Karl Liegl (CSU), der bei einem "späteren Nachschlagen" nicht mehr die Qualität für eine Nachvollziehbarkeit sah.

Uneinigkeit bei Protokoll

"Was erwähne ich ausführlich, was nicht? Das wird eine Gratwanderung", sprach sich Richard Süß (SPD) dagegen aus. "Ich halte den jetzigen Umfang auch für vollkommen ausreichend", schlug Martin Reil (SPD) in die gleiche Kerbe. Die Anregung werde im Laufe der nächsten Zeit nochmals beraten, sicherte Bürgermeister Anton Kappl zu.

Für die Sanierung der Mehrzweckhalle auf dem Weg hin zum Gemeindezentrum stand die zweite Vergabephase für verschiedene Gewerke auf der Tagesordnung. Gegenüber den Kostenschätzungen der Planer mussten teils erhebliche Aufpreise angenommen werden. Die Elektroinstallation legte das Gremium in die Hände der Firma Hölzl, Wieselrieth, zu einem Endbetrag von 46 640 Euro inklusive Mehrwertsteuer (veranschlagt waren 39 150 Euro).

Gleichfalls brutto gingen an die Firma Gürtler aus Oberviechtach die Schlosserarbeiten im Wert von 8653 Euro (6050 Euro). Die Malerarbeiten summierten sich von geschätzten 41 000 Euro auf fast 50 000 Euro bei der Firma Pfeiffer aus Tiefenbach. Die Trockenbauarbeiten gehen an die Firma Danner aus Neunburg vorm Wald mit etwas über 18 000 Euro (17 000 Euro).

Für die Brandmeldeanlage hingegen müssen gegenüber veranschlagten 17 000 Euro nur knapp 10 000 Euro für das Angebot der Firma Stich aus Floß bereitgestellt werden. Das Angebot der Firma Faltenbacher aus Erbendorf für den Sonnenschutz beträgt 12 000 Euro, die Schätzungen lagen bei 13 000 Euro.

Dem Architekturbüro Franz Rembold aus Windpaißing erteilte der Marktrat zum pauschalen Angebotspreis von 2200 Euro den Auftrag für den landschaftschaftspflegerischen Begleitplan beim Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Michldorf nach Kleinpoppenhof. Das Ortsschild von Lerau wird auf Anraten der Regierung der Oberpfalz bei der Brücke über die Luhe direkt auf die Ortsgrenze versetzt.

Keine andere Busstrecke

Ausführlich setzte sich das Gremium mit dem Antrag von Birgit Schultes zu einer generellen Verlegung der Busfahrtstrecke auf die Ringelbrunnenstraße auseinander. Die Entscheidung der Streckennutzung sei größtenteils den Busfahrern selbst überlassen, teilte das Unternehmen als Antwort mit. Eine Festschreibung der zu benutzenden Trasse werde abgelehnt, zitierte Kappl aus dem Schreiben der Firma Wies und gab zu bedenken: "Wir sollten dankbar sein, dass Leuchtenberg mit den Bussen überhaupt so gut bedient wird." Dies sagte auch Gerlinde Janker (SPD). Liegl ergänzte: "Bei Beerdigungen und Veranstaltungen von Kindergarten oder Schule wird es schwierig für die Busse durchzukommen, da die Straße oft beidseitig beparkt ist." Der Bürgermeister verwies auf künftige Schulkinder aus anderen Ortsbereichen, die einen Beibehalt der jetzigen Lösung sinnvoller erscheinen ließen. "Bestehende Engstellen müssen wir eben beseitigen oder Lösungen suchen", forderte dazu Süß.

Die Ratsherren kamen überein, die bestehende Route analog den Vorgaben und der Auskunft der Firma Wies beizubehalten und die Alternativroute "hin und wieder" zu nutzen "um die Erträglichkeit etwas ausgleichender zu gestalten". Auf Bitten Kappls entschied sich das Gremium zu einer Teilnahme am Kickerturnier in Döllnitz am 30. Juli mit fünf Markträten.

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