06.02.2017 - 20:00 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Neujahrsempfang der Gemeinde Leuchtenberg Leuchtenberger Licht leuchtet

Beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde setzt Bürgermeister Anton Kappl die Akzente für dieses und die kommenden Jahre. Zudem spricht er davon, dass es die Bürokratie nicht immer gut mit den Kommunen meint. Geschichtlich steht Leuchtenberg ein großes Jahr ins Haus.

Beim Neujahrsempfangt der Marktgemeinde blickten Bürgermeister Anton Kappl in eine positve Zukunft für Leuchtenberg und Albert Rupprecht für die Oberpfalz
von Ernst FrischholzProfil

(fz) Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, Vertreter von Behörden und Institutionen sowie aus der Politik (der Münchner SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post auf Heimaturlaub in Leuchtenberg), Vertreter des Gewerbes und der Vereine aus der Marktgemeinde sowie viele Bürger waren zum Neujahrsempfang der Marktgemeinde ins Pfarrheim gekommen. Bürgermeister Kappl ging zunächst auf erfolgreich abgeschlossene Projekte wie das Baugebiet "Pfarrhäusel" und den Breitbandausbau ein. Zugleich wurden Eckpfeiler für die weitere Entwicklung gesetzt. Das ist einmal der Bau der Straße von der Bundesstraße 22 nach Döllnitz mit Hilfe eines Förderprogramms. Hier erntete der Rathauschef von seinen Kollegen zustimmendes Nicken, als er die ausufernde Bürokratie ansprach.

Dem entgegen steht aber das Kommunale Investitionsprogramm Förderprogramm KIP, in das Leuchtenberg die Mehrzweckhalle eingebracht hat, die man im Verbund mit der Schule und einem Anbau für die Verwaltungsräume der Marktgemeinde zu einem Gemeindezentrum aufwerten will. Der Förderbescheid liegt bereits vor. Höhepunkt 2016 sei die historische Partnerschaft mit den Städten Pfreimd und Grünsfeld (Baden-Würtemberg) gewesen, in die sich Vereine und Bürger einbringen.

Großes Jahr steht bevor

Kappl kündigte mit Blick auf die zweite Epoche von Leuchtenberg, die der Herzöge, ein großes Jahr an. Es stehen das Jubiläum "200 Jahre Fürstentum Eichstätt" und der 200. Geburtstag von Maximilian Herzog von Leuchtenberg in St. Petersburg an. Ehrengast war Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, der Leuchtenberg als "Charakter und Wesen einer modernen Heimat" bezeichnete. Der Markt und sein Wahlkreis "sind eine Region, in der man mit Fleiß und Aufrichtigkeit sein Leben eingerichtet hat. Aber unsere Bürger können sich auch nicht abschotten von dem was außen rum geschieht", meinte Rupprecht.

"Ich verstehe das Kopfschütteln über Amerika, aber das zum Entsetzen hochschaukeln ist der falsche Weg." Eine klare Aussage machte Rupprecht zur Europäischen Union: "Wenn diese auseinanderbricht ist Deutschlands Stellung in Europa weg. Ich bin Pro-Europäer aber winke nicht alles ab, was gelaufen ist", sagte der Albersriether.

Regeln müssten gelten, und hier befürchtete Rupprecht, dass Europa den "Euro zersprengt". Flexibilität müsse so aussehen, "dass man kein Land in den Euro pressen soll". Griechenland sei sein Beispiel für dessen kostspielige Rettung er die Zustimmung verweigert hat. Trotz Bundespolitik ist Rupprechts "Kind" die Oberpfalz, die sich als das Ergebnis von fleißigen Menschen präsentiert. Hierauf gelte es, den Focus zu richten. Schwerpunktthemen seien die demografische Entwicklung sowie Bildung und Wissenschaft, der digitale Wandel und die medizinische Versorgung. Für dem Kampf gegen die Leerstände reiche die Förderung nicht. Für Medizinstudenten müssten Anreize geschaffen werden, aufs Land zu gehen.

Partnerschaft ausbauen

"Wir kriegen das in der Region hin, weil diese den Geist dazu hat", schloss Rupprecht unter großem Applaus. Grünsfelds Bürgermeister Joachim Markert verkündete zugleich für seinen Pfreimder Amtskollegen Richard Tischler, dass die Historie der beiden Orte das Eine ist, aber man diese weiter ausbauen wird. Vorstellbar sei unter anderem eine Radtour über 320 Kilometer von Pfreimd und Leuchtenberg ins Taubertal nach Grünsfeld. Pfarrer Moses Gudapati zitierte am Ende der Veranstaltung das Evangelium: "Ihr seid das Licht der Welt". Darum sollten "wir als Leuchtenberger unser Licht leuchten lassen".

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