15.01.2018 - 15:50 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Neujahrsempfang der Gemeinde Leuchtenberg Mehr Platz für Kinder

Zum Neujahrsempfang kommt die Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration nach Leuchtenberg. Bürgermeister Anton Kappl gibt Emilia Müller ein Anliegen mit nach München.

Bei ihrem Besuch in Leuchtenberg trägt sich Staatsministerin Emilia Müller ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein. Bilder: fz (2)
von Ernst FrischholzProfil

Unter den über 100 Besuchern gaben die beiden stellvertretenden Landräte Albert Nickl (Neustadt) und Arnold Kimmerl (Schwandorf), über 20 Bürgermeister aus der Region, Vertreter aus Wirtschaft und dem öffentlichen Leben sowie ganz besonders die Leuchtenberger Kappl die Ehre. Im Pfarrheim ging der Rathauschef auf kommunale Maßnahmen ein.

Beim Breitband sei der Markt mit der Erschließung aller Ortsteile sehr weit. Die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle mit der Erweiterung zum Gemeindezentrum laufe optimal. Der Startschuss für den Ausbau der Straße von der B 22 nach Döllnitz sei gefallen. Sehr zu Kappls Missfallen ist die seit einiger Zeit angeordnete Entsorgung des Erdaushub. "Für eine Straße, die 740 000 Euro kostet, müssen wir 400 000 Euro rein für den Erdaushub drauflegen." Positiv entwickle sich das Baugebiet "Am Pfarrhäusl". Das bringe jedoch eine nächste Herausforderung, denn der Kindergarten sei überbelegt. Mit der katholischen Kirchenstiftung sei schon ein Konzept zur Erweiterung ausgearbeitet worden.

Allerdings habe die Vorsprache bei der Regierung ergeben, dass die derzeitig hohe Sonderförderung schon ausgereizt ist. Darum bat Kappl die Familienministerin, die Unterstützung aufrechtzuerhalten. Vertieft hat sich die Partnerschaft mit Pfreimd und Grünsfeld. Die Ausstellung "200 Jahre Fürstentum Eichstätt und Herzöge von Leuchtenberg" kommt im Frühjahr nach Pfreimd.

Kein "Weiter so"

Die Ansprache von Staatsministerin Müller stand unter der Überschrift: "Wie herausragend Bayern in dieser herausfordernden Welt dasteht". Der 13. Haushalt ohne Neuverschuldung, 9,5 Milliarden Finanzausgleich an die Kommunen, sicherstes Bundesland, niedrigste Arbeitslosigkeit aller Länder, die Jugendarbeitslosigkeit besiegt und jeder dritte Euro wird in Bildung investiert. Die Ministerin verhehlte nicht, "dass in der Pflege noch nachgebessert werden muss". Der Dienst an der Maschine dürfe nicht höher entlohnt werden wie der Dienst an Menschen. "Wir können die Geschwindigkeit der Veränderungen als bayerische Erfolgsgeschichte nur mit einer stabilen Regierung im Bund fortschreiben", meinte sie. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben. "Deutschland braucht ein Zukunftsprojekt, das Stabilisierung und Ordnung gewährleistet, das Land zusammenführt, den Fortschritt gestaltet und Arbeit, Wachstum sowie Wohlstand sichert."

Familie das Leitbild

"Vorfahrt für Familien", lautete ein weiteres Credo. "Unser Leitbild ist die traditionelle Familie mit Kindern", sagte die Ministerin. Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld und als Sonderprogramm 30 000 neue Plätze in der Kinderbetreuung untermauerten das.

Außerdem ging sie auf die Flüchtlingsproblematik ein. "Wie unsere Gesellschaft morgen aussieht, hängt davon ab, wie gut uns heute die Integration gelingt." Und: "Wer bei uns bleiben will, muss sich nach unserer Ordnung orientieren. Bayern hat den Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik erreicht aus der Überzeugung heraus, dass das Sozialsystem groß, aber nicht unbegrenzt ist. Bayern, das sind die engagierten Bürger." Mit diesem Plädoyer für das Ehrenamt schloss die Ministerin unter langanhaltendem Beifall. Anschließend trug sie sich noch ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein.

Wie unsere Gesellschaft morgen aussieht, hängt davon ab, wie gut uns heute die Integration gelingt.Staatsministerin Emilia Müller zur Flüchtlingspolitik

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