17.10.2017 - 20:00 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Ausstellung im Leuchtenberg-Palais in München erinnert an Grundsteinlegung 1817 Herzensangelegenheit

Eugéne de Beauharnais, Stiefsohn Napoleons I., legte am 11. Oktober 1817 den Grundstein für das Leuchtenberg-Palais am Odeonsplatz in München. Nun wurde die Ausstellung "200 Jahre Herzöge von Leuchtenberg" in dem Prunkgebäude eröffnet. Im Leuchtenberg-Palais befindet sich auch das Finanz- und Heimatministerium des Freistaats. In dieses lud Staatssekretär Albert Füracker zum Festakt anlässlich des 200. Jahrestags der Grundsteinlegung ein.

Staatssekretär Albert Füracker (3. von rechts) eröffnete die Ausstellung und begrüßte dabei Herzog Nicolaus (links) von Leuchtenberg sowie auch die Bürgermeister Anton Kappl (5. von links) von Leuchtenberg und dessen Pfreimder Kolelgen Richard Tischler (2. von rechts)
von Ernst FrischholzProfil

Unter den Gästen waren auch der Leuchtenberger Bürgermeister Anton Kappl, sein Pfreimder Kollege Richard Tischler und Herzog Nicolaus von Leuchtenberg. Füracker ging in seiner Laudatio darauf ein, dass de Beauharnais 1814 nach seiner Zeit als Vizekönig von Italien nach Bayern zurückkehrte. König Max I. verlieh ihm, der zugleich Schwager des späteren Königs Ludwig I. von Bayern war, 1817 den Titel eines Herzogs von Leuchtenberg und Fürst von Eichstätt. Damit wurden die Leuchtenbergs in Bayern heimisch.

Mittelpunkt der Familie ist der von Leo von Klenze erbaute vorstädtische Stadtpalast, das Leuchtenberg-Palais. 1961 leitete der Freistaat die millimetergenaue Rekonstruktion des im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstörten Bauwerks in die Wege. Anlässlich des Grundsteinlegung-Jubiläums eröffnete der Staatssekretär die Sonderausstellung "200 Jahre Herzöge von Leuchtenberg", die Einblick in die bayerische Geschichte mit teilweise erstmals der Öffentlichkeit zugänglichen Exponaten zeigt.

Der Eichstätter Stadtheimatpfleger, Historiker Dr. Rainer Tredt, hat die Schau auf Initiative von Josef Schönwetter und Dr. Helmut Wittmann vom "Leuchtenberger Freundeskreis" zusammengestellt, dem auch Kappl angehört. Er war für Leuchtenberg stolz, Namensgeber dieses geschichtsträchtigen Hauses zu sein.

Herzog Nicolaus von Leuchtenberg erinnerte daran, dass vor der Zerstörung in der Kapelle des Palais die Herzen der Leuchtenberger verwahrt wurden. Diese wurden allerdings gerettet und sind mittlerweile in der Michaelskirche in München aufbewahrt. Er erinnerte noch daran, dass sein Ur-Ur-Großvater Maximilian von Leuchtenberg, der in die Russische Zarenfamilie eingeheiratet hatte, ebenfalls vor 200 Jahren geboren wurde. Den Schlusspunkt des Festaktes setzte die Umrahmung des Riederinger Frauenchors mit der gemeinsam gesungenen Bayern-Hymne. Die Ausstellung ist bis 31. März von 8 bis 17 Uhr zu sehen. Anmeldung unter der Telefonnummer 089/23062369 oder referat27[at]stmfih.bayern[dot]de.

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