10.07.2017 - 20:06 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Burgfestspiele Leuchtenberg Neues Dach über großes Theater

Ein Vierteljahrhundert schützte das Zeltdach der Freilichtbühne in der Burg Leuchtenberg Hunderttausende von Besuchern bei den Burgfestspielen vor Wind, Regen und Sonne. Nun hat die Zeltkuppel ausgedient. Wie es weitergeht? Die Stadtbühne Vohenstrauß hat Pläne.

Unterm Zeltdach erläutern Rainer Wittmann und Reinhard Kausler von der Stadtbühne Vohenstrauß sowie LTO-Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer dem Abgeordneten Albert Rupprecht und Leuchtenbergs Bürgermeister Anton Kappl (von rechts) was sich auf der Burg tun soll, sowie weitere Theaterplanungen
von Ernst FrischholzProfil

Diese Pläne stellten die Vorsitzenden der Stadtbühne, Reinhard Kausler und Rainer Wittmann, mit dem Geschäftsführer des Landestheater Oberpfalz (LTO), Wolfgang Meidenbauer, dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht vor. Natürlich mit dem Hintergedanken, an den einen oder anderen Fördertopf zu kommen.

"Heuer verabschieden wir uns von diesem Zeltdach", sagte Kausler. Wer hochblickte, wusste auch, warum. Das Zeltdach ist durch die Beanspruchung über die 25 Jahre zu einem Fleckerlteppich geworden. Zudem müssten neue statische Berechnungen für die Ankerpunkte in den Mauern angestellt werden. Denn das große Problem ist die Statik.

Die neue Konstruktion als Tribünenüberdachung dagegen wird ein Giebeldach, das sehr flexibel einsetzbar ist. Gar so flexibel, dass man es in Leuchtenberg abbauen und an einem anderen Festspielort wieder aufbauen könnte. Die Stadtbühne als Gesellschafter des LTO schafft es an. 90 000 Euro wird das Giebelzelt kosten. 25 000 Euro kommen aus dem Kulturfonds des Kultusministeriums. "Das ist die Höchstsumme, die Minister Ludwig Spaenle ohne Kabinettsbeschluss vergeben kann", stellt Rupprecht fest. Zugleich, so Kausler, wurde auch die Beteiligung der Kommunen vom Ministerium eingefordert. "Das sollten 30 Prozent sein, aber da werden wir nicht hinkommen", mutmaßte Kausler.

LTO-Geschäftsführer Meidenbauer erläuterte, dass der Freistaat das LTO heuer mit 195 000 Euro fördere. Das sei die Hälfte des Budgets, aber immer noch am unteren Rand im Vergleich mit anderen Theatern in Bayern. "Man muss schon herausstellen, dass wir das einzige Theater mit Professionalität zwischen Regensburg und Hof sind", fügte die LTO-Pressesprecherin Tina Lorenz an. Ziel 2018 sei, in Schwandorf Fuß zu fassen: "Und da kommen wir mit unserem Haushalt finanziell und auch personell gesehen nicht hin", erklärte Meidenbauer. Weiter sagte er: "Wir sind mit dem LTO in ruhigem Fahrwasser, aber wir müssen für die Zukunft denken. Wir gründen auch eine Sparte ,Junges LTO'", gab der Geschäftsführer bekannt.

Rupprecht meinte, die Kultur werte als Qualitätsfaktor die Nordoberpfalz auf. "Ich habe Anfang September Kultusminister Spaenle zu Gast: Lasst uns gemeinsam überlegen, welche Botschaften wir zu ihm transportieren wollen."

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