31.03.2017 - 20:00 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Gemeinde Leuchtenberg und Kirchenstiftung finden Lösung für Friedhof Letzte Ruhe wird teurer

Die Verwaltung und Pflege des Friedhofs in Leuchtenberg verlangen der katholischen Kirchenstiftung viel Arbeit ab. Daher hat sie überlegt, diesen an die Gemeinde abzugeben. Dazu kommt es nicht. Die Gebühren steigen trotzdem.

Die Vereinbarung zwischen Kirchenverwaltung und Gemeinde bezeichnen Josef Winter, Bürgermeister Anton Kappl, Pfarrer Moses Gudapati und Kirchenpfleger Hubert Zitzmann als optimale Lösung. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

(fz) Die Belastung für die Kirchenverwaltung war einfach zu hoch. Da das Bestattungswesen Aufgabe der Kommune ist, wandte sie sich an die Marktgemeinde mit der Absicht, den Friedhof an die Kommune zu übergeben (wir berichteten).

Dies schlug bei den Grabbesitzern hohe Wellen. Grund: Der Vergleich mit umliegenden gemeindlichen Friedhöfen zeigte, dass dort Grabgebühren von 800 Euro im Schnitt anfallen. Während die Kirche in Leuchtenberg nur 160 Euro für ein Doppel- und 110 Euro für ein Einzelgrab einhebt.

Es folgten mehrere Gespräche zwischen Bürgermeister Anton Kappl, Pfarrer Moses Gudapati und der Kirchenverwaltung mit Hubert Zitzmann als Kirchenpfleger an der Spitze. Das Ergebnis ist eine Vereinbarung zwischen der Kirchenstiftung und der Gemeinde. Diese ist positiv für die Grabbesitzer, denn der Friedhof bleibt in kirchlicher Hand.

Kommune hilft

Allerdings unterstützt die Kommune die Kirchenstiftung als Betreiber. Die Vereinbarung legt fest, dass der Markt die notwendigen Adressen zur Feststellung von Grabbesitzern zur Verfügung stellt. Ebenso trifft die Gemeinde bauliche Maßnahmen, um den äußeren Teil der Friedhofsmauer vor Regenwasser zu schützen. Weiterhin übernimmt der Markt das Räumen und Streuen der drei Hauptwege, von Kirchenflächen wie dem Haupteingang, dem Nebeneingang vom Marienbrunnen her und dem Zugang zur Sakristei.

Auch die Mäharbeiten für die größeren Grünflächen liegen bei der Kommune. Der Aufwand wird von der Kirchenverwaltung erstattet. Außerhalb der Vereinbarung haben sich die Verantwortlichen darauf verständigt, im Zuge der Sanierung der drei Hauptwege (neues Pflaster) auch einen Parkplatz unterhalb des Friedhofs anzulegen. Kirchenpfleger Zitzmann machte deutlich, dass die Grabgebühren nicht auf dem jetzigen Niveau gehalten werden können. Diese würden künftig zwischen 350 und 400 Euro liegen.

Ehrenamtlicher Einsatz

Dies alles wäre aber nicht zustande gekommen, wenn sich die Kirchenverwaltungsmitglieder Josef Winter junior und Gerhard Kammerer nicht bereiterklärt hätten, federführend den verwaltungstechnischen Aufwand ehrenamtlich zu übernehmen. Pfarrer Gudapati erwähnte weiter, dass sich Josef Dirschedl um das Leichenhaus und die Friedhofskirche kümmern wird.

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