23.10.2017 - 16:50 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Helfer vor Ort in Leuchtenberg: Fahrzeug als Meilenstein

Die Helfer vor Ort (HvO) haben seit dem Frühjahr 2016 120 Einsätze im Gemeindegebiet Leuchtenberg verzeichnet. Dank großartiger Unterstützung haben die 17 Ehrenamtlichen nun ein neues Fahrzeug.

Das neue Einsatzfahrzeug der HvO Leuchtenberg ist der Stolz der freiwilligen Einsatzkräfte. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

Zum Start hatten die Helfer vor Ort ein älteres Auto von der BRK-Kreisbereitschaft Weiden/Neustadt bekommen, das aber wahrscheinlich den TÜV nicht mehr überstanden hätte. Die ärztliche Leiterin des Rettungsdiensts, Dr. Gudrun Graf, organisierte daher mit Unterstützung des Autohauses Grieb ein neues Einsatzfahrzeug.

Von den "Nochkosten" über 22 000 Euro brachte der Lions-Club Weiden über Spenden 15 500 Euro auf (wir berichteten). Nun musste das Fahrzeug noch entsprechend umgebaut und ausgestattet werden. Am Sonntag stand der Subaru XV Allrad beim Festakt vor dem Leuchtenberger Feuerwehrhaus zur Segnung und offiziellen Übergabe im Beisein vieler Ehrengäste und Bürger.

Die fünf Ortswehren Leuchtenberg, Michldorf, Lerau, Döllnitz und Wittschau-Preppach standen mit ihren Fahnen um das neue Fahrzeug. Die Segnung übernahmen der Leuchtenberger Pfarrer Adam Nieciecki und der Michldorfer Geistliche Alfons Forster. Er zitierte aus der Heiligen Schrift die Worte vom Samariter: "Ihr wollt nicht vorübergehen, sondern macht es genauso wie Jesus gesagt hat: Geh' und handle genauso. Ihr leistet Samariterdienst in der Gesellschaft und habt in ihr einen hohen Stellenwert." Pfarrer Niecieki verband mit dem Segen für das Auto die Menschen, die darin ihren Dienst verrichten.

Wolfgang Gollwitzer, als einer der beiden HvO-Leiter, bezeichnete das Fahrzeug als "elementares Werkzeug" für ihren Einsatz. Zudem stellte er die Helfer vor Ort in Verbindung mit den fünf Feuerwehren als funktionierendes Rettungsteam in der Marktgemeinde heraus.

Graf führte aus, dass es bereits das dritte Einsatzfahrzeug sei, das sie als Lions-Präsidentin auf die Reihe gebracht habe. Die ärztliche Leiterin des Rettungsdienstes dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Schließlich gebe es noch eine ganze Reihe Spender. "Wir Ärzte sind froh, dass wir die HvO haben."

Direktor Franz Rath, Leiter der BRK-Kreisbereitschaft Weiden/Neustadt, sprach von einem Meilenstein für den Rettungsdienst in der Marktgemeinde. "Es geht um schnelle Hilfe vor Ort bis professionelle Hilfe eintrifft und dafür stehen die HvO." Für den noch nicht finanzierten Teil des Fahrzeuges sei die Kreisbereitschaft in Vorleistung gegangen.

Der Vohenstraußer Bereitschaftsleiter Stefan Kraus wünschte unfallfreie Fahrt. Frederic Dirnberger als zweiter Verantwortlicher der HvO in Leuchtenberg hob die Spendenbereitschaft der Vereine, Firmen und Bürger des Markts zur Finanzierung dieses Einsatzfahrzeuges heraus.

Bürgermeister Anton Kappl erklärte, dass die Gemeinde stolz auf die HvO sei: "Hier haben sich engagierte Bürger zusammengefunden, um anderen im Notfall zu helfen." Das sei ein großes Plus für Leuchtenberg, zumal man durch die Verlegung der Rettungsleitstelle von Vohenstrauß nach Lohma doch etwas entfernter sei und so den HvO eine große Bedeutung zukomme.

Hier haben sich engagierte Bürger zusammengefunden, um anderen im Notfall zu helfen.Bürgermeister Anton Kappl

 

 

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