Kindertag auf bayerischen Bauernhöfen
Wo das Mittagessen wächst

Sabine Gruber zeigte den Kindern auch die kleinsten Tiere auf dem Hof. Einige Buben und Mädchen waren ganz vernarrt in die Küken.
Vermischtes
Leuchtenberg
30.06.2017
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Im Heuhaufen toben, ein Küken in die Hand nehmen oder Kühen das Futter hinschaufeln - es gibt nicht mehr viele Kinder, die das Leben auf einem Bauernhof kennen. Der Aktionstag des Bayerischen Bauernverbands am Freitag soll daran etwas ändern. Grundschüler aus Leuchtenberg nehmen mit großem Spaß daran teil.

Lückenrieth. Als besonders kinderfreundlich präsentierte sich dazu der Erlebnisbauernhof der Familie Gruber in Lückenrieth. Die 29 Mädchen und Buben der Klassen 1 bis 4 waren am Freitag in der Frühe die wenigen Kilometer zu dem Dorf gewandert. Begrüßt wurden sie zusammen mit ihren Lehrerinnen Verena Welsch und Tanja Ries von BBV-Geschäftsführer Hans Winter und Kreisbäuerin Josefine Kick aus Kleinschwand. Auch Siegfried Kiener, Bereichsleiter Landwirtschaft vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war dabei, als Sabine und Andreas Gruber ihre Stalltüren für die kleinen Gäste öffneten.

Alle zwei Jahre laden die Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands Kinder aus Kindergärten und Grundschulen zu einem Erlebnistag auf ihre Höfe ein. Die Kinder erfahren Landwirtschaft und Natur hautnah und entdecken spielerisch das Leben auf dem Hof.

Von der Milch zur Butter

Bäuerin Sabine Gruber gab sich große Mühe, den Kinder den Ablauf auf ihrem Erlebnisbauernhof vorzuführen. Sie zeigte ihnen den Kuhstall, in dem die Schüler dann mit kleinen Schubkarren den Kühen das Futter geben durften. Alle packten eifrig mit an. "Warum sind die Kühe denn angekettet?", wollte ein Mädchen wissen. Gruber erklärte, dass der Stall umfunktioniert werde. "Danach dürfen sich die Tiere ohne Ketten frei bewegen." Der Weg der Milch von der Kuh bis zum Verbraucher war am Freitag sehr kurz. Die Bäuerin demonstrierte den Kindern, wie schnell Butter hergestellt werden kann. Und wie gut die Butter mit etwas Schnittlauch auf einer Scheibe Brot schmeckt. Neben Ziegen, Schafen, und Stallhasen gibt es auch Ponys und Pferde zu bewundern. Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie einen Esel streichelten. Keine Scheu hatten die Grundschüler, als sie ein Küken in die Hand nehmen durften. Dass Heu stachelt, wenn man hineinspringt, war für viele Kinder eine ganz neue Erfahrung.

Versuch mit Melone

Petra Hager von der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft klärte die Grundschüler in Sachen Sicherheit auf dem Bauernhof auf. Wie gefährlich der tote Winkel bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen sein kann, zeigte ein Versuch, bei dem sich zwei Kinder in das Führerhaus eines Traktors setzen durften. Von dort aus sahen sie nicht alle Mitschüler, die sich neben den Bulldog gestellt hatten. Die "Sicherheits-Petra" demonstrierte anhand einer Melone, wie wichtig es nicht nur in der Landwirtschaft ist, einen Helm zu tragen.

Am Ende gab es nach den vielen Eindrücken für alle eine Brotzeit. Die Milchprodukte und das frische Obst ließen sich die kleinen Gäste natürlich schmecken.
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