Marktgemeinde Leuchtenberg
Neues Gemeindezentrum bürgerfreundlich und barrierefrei

Im Glashaus, das zum Sitzungssaal mit zuzätzlicher Nutzung für die Vereine umgebaut wird, gingen Bürgermeister Anton Kappl und Architekt Josef Schönberger (von links) die Pläne für das neue Gemeindezentrum noch einmal durch. Bild: fz
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Leuchtenberg
10.12.2016
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Das neue Leuchtenberger Gemeindezentrum ist für Bürgermeister Anton Kappl ein weiterer Meilenstein in der positiven Entwicklung der Gemeinde. Bürgerfreundlich und barrierefrei: Die Rathausverlagerung bringt nur Vorteile.

(fz) Nach monatelangen Beratungen genehmigte der Marktrat bei nur zwei Gegenstimmen von Richard Süß und Karl Bauer das Gesamtprojekt. Der Tännesberger Architekt Josef Schönberger hat den Bau- und Förderantrag "Gemeindezentrum Leuchtenberg" bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht.

Vielfältig nutzbar

Die Maßnahme läuft über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP), informiert Kappl. Bei der energetischen Sanierung der Mehrzweckhalle wird mit einem Anbau das Rathaus integriert. Somit entsteht ein Gemeindezentrum, das für den Sportbetrieb oder gesellschaftliche Veranstaltungen geeignet ist. Außerdem sind darin Bürgermeisterzimmer, Archiv, Sitzungssaal, Versammlungsräume, die Musikschule, eine behindertengerechte Toilette, die Grundschule und eine Arztpraxis in einem Gebäudekomplex beherbergt. Dazu ist der Kindergarten in unmittelbarer Nähe. Das derzeitige Rathaus ist ein einfaches Gebäude ohne historischen Hintergrund, nicht energetisch saniert und genutzt nur im ersten Stockwerk mit Bürgermeisterzimmer und dem Verwaltungsbüro. "Beides nur an zwei Tagen pro Woche", erklärt das Marktoberhaupt. Darüber der Sitzungsraum, der einmal pro Monat genutzt wird. Alles nicht barrierefrei. Ältere oder gehbehinderte Besucher hatten Probleme, ins Rathaus zu kommen, Mütter mit Kinderwagen mussten diesen an der Straße stehen lassen. "Die Kosten für den Unterhalt stehen in keinem Verhältnis. Dazu hätte das Haus dringendst saniert werden müssen." Hierfür stehen keine weiteren Fördermittel parat, so dass mit Kosten von 300 000 Euro zu rechnen sei. "Für den Markt unfinanzierbar", bedauert Kappl.

Bauvorarbeiten ab Januar

Mit der Gesamtmaßnahme fällt das alte kostenträchtige Rathaus weg, es entsteht ein modernes der heutigen Zeit angepasstes Gemeindezentrum, das alle Bürger, egal mit oder Handicap, mühelos nutzen können. Die Eigenmittel hierfür kann die Gemeinde ohne Kreditaufnahme schultern. Die Bestätigung der Rechtsaufsicht liegt vor. Bürgermeister und Gemeinderat sprechen Architekt Schönberger ein Sonderlob aus, der mit vielen Ideen und akribischen Arbeiten alle Wünsche der Kommune zur vollsten Zufriedenheit umsetzte. Das Baugenehmigungsverfahren läuft, im Januar starten die Vorarbeiten. In den Sommerferien soll der Kernumbau über die Bühne gehen. Das bisherige Rathausgebäude soll verkauft werden.

Die MaßnahmeDie energetische Sanierung der Mehrzweckhalle umfasst die vorgeschriebene Dämmung, das Ersetzen aller Fenster und Glasfronten sowie die Erneuerung des Daches, die Schaffung eines zweiten Fluchtwegs und den Einbau einer behindertengerechten Toilette im Erdgeschoss. Die Kosten hierfür betragen 527 000 Euro. Für die Integrierung der Rathausfunktion entsteht ein südwestlicher Anbau, der auf zwei Ebenen als Archiv und Bürgermeisterbüro genutzt wird. Der Musikschulraum hinter der Mehrzweckhallenbühne wird zum Verwaltungsraum umgebaut. Die Musikschule zieht ins Untergeschoss in einen großen und hellen Raum. Kosten hierfür 162 000 Euro. Für die energetische Maßnahme in Höhe von 527 000 Euro erhält die Gemeinde 90 Prozent Förderung (474 300 Euro). Für den neuen Rathausteil (162 000 Euro) gibt es keinen Zuschuss. Somit beläuft sich der Gesamtanteil der Marktgemeinde auf 214 700 Euro. (fz)
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