VdK Leuchtenberg
Nach 67 Jahren müde

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Leuchtenberg
06.12.2016
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Der VdK in Leuchtenberg ist Geschichte. Viele nutzen die rechtliche Unterstützung, aber nur wenige engagieren sich, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Den Ortsverband, in den auch Irchenrieth integriert ist, trifft es empfindlich.

(fz) Der hiesige VdK wurde 1949 gegründet. Was sich am Sonntag im DJK-Sportheim in Irchenrieth einstellte, war nicht überraschend. Der Ortsverband war nach 67 Jahren müde geworden, hatte keinen kompletten Vorstand mehr und die Aktivitäten waren eingeschlafen. Ludwig Lindner als Vorsitzender war, lediglich vom Irchenriether Bernhard Kick unterstützt, fast ein Einzelkämpfer. "Wir verwalten eigentlich nur mehr die Mitglieder", folgerte Lindner. "Es findet sich auch kein Vorstand, und darum stehen wir vor der Auflösung."

Wechsel nach Luhe

Um das abzufedern, schlug Lindner eine Überführung in den Ortsverband Luhe vor. Gespräche mit Vohenstrauß hätten nichts gebracht, Mitglieder aus dem Bereich Döllnitz würden sicherlich nach Tännesberg wechseln, aber insgesamt sei Luhe die beste Lösung.

Was kommt nun? 68 Mitglieder werden nun angeschrieben. Sie können sich entscheiden, welchem Ortsverband sie sich zuwenden möchten. "Alle sind bei uns willkommen", stellte die Chefin des VdK Luhe, Anni Braun, heraus. Ihr Ortsverband hat 160 Mitglieder. Man würde auch aus dem Bereich Leuchtenberg/Irchenrieth zwei Personen als Ansprechpartner in die Führungsriege integrieren.

Die Tatsache, dass die Leuchtenberger 10 000 Euro Vereinsvermögen haben, war für Kreisvorsitzenden Josef Rewitzer kein Problem, weil es dafür rechtliche Grundlagen gibt. Je nachdem, wohin sich die Mitglieder orienterien, werde das Geld anteilsmäßig verteilt. Rewitzer hat dann nur noch 28 Ortsverbände im Kreisverband. "Der VdK ist seit 70 Jahren mehr denn je für die Mitglieder da. Tatsache ist aber auch, dass viele dem Verband beitreten, wenn sie Probleme haben oder etwas durchsetzen wollen, und danach dann in der Versenkung verschwinden", sagte Rewitzer. Die Rechtsberatungen laufen in der Geschäftsstelle in Weiden. Viele bauten da gar keinen Bezug zum Ortsverband auf. "Der Kreisverband wird die Auflösung von Leuchtenberg absegnen, die Mitglieder werden aber weiter bei uns gut aufgehoben sein", informierte der Pleysteiner.

"Schon schade"

Bürgermeister Anton Kappl stellte den VdK als soziale Komponente heraus. "Darum ist es schon schade, dass es den VdK als Ansprechpartner vor Ort mit einer gewissen Betreuung nicht mehr gibt."
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