19.11.2017 - 20:00 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Volkstrauertag in Döllnitz und Leuchtenberg Friede beginnt im Herzen

Döllnitz. "Wenn wir unsere Toten, Gefallenen und Vermissten vergessen, dann sterben sie ein zweites Mal", erklärte Bürgermeister Anton Kappl am Volkstrauertag. Beide Kirchengemeinden Döllnitz und Leuchtenberg begingen die Gedenkfeiern.

An der Kriegergedächtnisstätte in Döllnitz hatten sich mit der SRK, dem Gemeindeoberhaupt die Vereine, Gläubigen mit Pfarrer Adam Nieciecki, dem MGV „Liederkranz“ und der Tännesberger Blaskapelle eingefunden, um der Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege zu gedenken. (sl)
von Sieglinde SchärtlProfil

Die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) hatte am Samstagabend in Döllnitz alles unter der Regie von Vorsitzenden Bernhard Kammerer vorbereitete. Im Gottesdienst in der St. Jakobus Kirche schloss Pfarrer Adam Nieciecki die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege im Gebet sowie in die Fürbitten mit ein.

Wenn auch die Erinnerung verblasse, so sei es wichtig den Volkstrauertag zu feiern. "Der Frieden muss im eigenen Herzen beginnen, so kann er weitergegeben werden", predigte der Geistliche. Die Messe begleiteten an der Orgel Diakon Bernhard Winter sowie der Männergesangverein "Liederkranz" mit Dirigent Holger Scheufler. Der Zug zum Kriegerdenkmal formierte sich mit der Tännesberger Blaskapelle unter der Leitung von Paul Braun. Mit dem Gebet für Frieden eröffnete Pfarrer Nieciecki die Gedenkfeier. Hier hielten Anton Kammerer und Christian Lindner die Ehrenwache.

SRK-Mitglied Helmut Bamler verlas die Namen der Gefallenen beider Weltkriege. Bevor Kränze von der Marktgemeinde und der SRK niedergelegt wurden, ging der Bürgermeister nicht nur auf die Entstehung des Volkstrauertags ein. Dieser Ehrentag sollte immer an den Frieden erinnern, aber 20 Jahre später begann der Zweite Weltkrieg.

Kappl sprach auch die Krisenherde, die unzähligen Bürgerkriege in Syrien, Südostasien und einigen Ländern in Afrika an. Es sei wichtig, allen Menschen zu gedenken, die im 20. Jahrhundert, in jüngster Vergangenheit, durch Krieg, Gewalt oder durch Vertreibung ihr Leben lassen mussten. "Das wollen wir und das müssen wir uns stets im Gedächtnis bewahren, wenn wir alle Jahre wie auch heute den Volkstrauertag begehen."

Während die Blaskapelle das Lied "Ich hatt'einen Kameraden" spielte feuerte Böllerschütze Günter Beierl drei Schüsse ab. Mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied endete die Trauerfeier.

Am Sonntagvormittag fand die Gedenkfeier in Leuchtenberg statt und begann in der St.-Margareta-Kirche. Die Stadtkapelle aus Weiden führte den Zug an. Ehrenwache hielten Alfred Kick und Georg Kraus und namentlich verlas Jürgen Scharff die Gefallenen und Vermissten aus der Kirchengemeinde Leuchtenberg. Kranzniederlegung, Gebete und Rede zum Volkstrauertag war am Mahnmal. Mit drei Böllerschüssen, die Walter Imbs abfeuerte, endet die Gedenkfeier am Leuchtenberger Kriegerdenkmal.

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