13.02.2017 - 20:10 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Expertin spricht bei Landfrauen über Trends im Garten Klein ist schick

Neudorf. Hin zum Bunten und zum Kleinen gehen die Blumen- und Pflanzentrends laut Gartenbauingenieurin Maria Treiber. Sie referierte beim Frauenfrühstück im Vereinszentrum in Neudorf zum Thema "Altes und Neues rund um Haus und Garten".

Ob Kirsche oder Currykraut: Maria Treiber kennt sich aus. Bild: mh
von Autor MHProfil

Die junge Frau aus Neunaigen bei Wernberg-Köblitz arbeitet in einer Staudengärtnerei in Erlangen. "Wir haben 2000 Staudensorten auf Lager", verriet sie den interessierten Frauen aus Luhe, Oberwildenau, Neudorf und Engleshof. Zunächst ging der Blick in die "gute Stube" zum Weihnachtsstern - "hier hat man jetzt eine verkrüppelte Sorte gezüchtet" -, über die Orchideen (Phalaenopsis) - "die werden mit einem breiten Farbspektrum nun im Labor vermehrt ", bis hin zu den Anthurien und Sukkulenten. Blühdünger, so die Referentin, täte allen Blumen in der Blütezeit gut. Bei manchem Lausbefall sei hingegen die letzte Rettung oft nur die Entsorgung.

Mangold wieder in

Im Nutzgarten hob sie die Winterheckenzwiebel hervor, die aus China stamme und bei der man die Stiele verwerte, da sie keine Knolle bilde. Auf dem Vormarsch seien auch alte Sorten wie Mangold, die Schwarzwurzel oder die Pastinake. Den Topinambur verwende man am besten für die Randbepflanzung, er vermehre sich nämlich sehr stark.

Bei den Kräutern eigneten sich die marokkanische oder die echte Minze am besten für Tee, erklärte Treiber. Die anderen Sorten seien eher für Salate oder Desserts willkommen. Noch ein Tipp: "Currykraut erst in fertige Gerichte geben. Das Pilzkraut - es schmeckt wie Champignons - wie Basilikum verwenden."

Bei den Obstgehölzen gehe der Trend eindeutig zu den kleineren Wüchsen. Auch Holunder und Kiwis gebe es mittlerweile für Kübel.

Eine Bereicherung für den Ziergarten und von großem Nutzen für die Insekten seien zum Beispiel die Zaubernuss, die Kornellkirsche und der Judasstrauch. Auch der rotlaubige Holunder, bei den Kletterpflanzen Wein, Efeu und Clematis, zählten dazu. "Eine sehr wertvolle Pflanze für Wildinsekten ist der Wollziest."

Interessant für viele Frauen war auch zu hören, dass manche Zwiebelblumen nach milden Wintern nicht blühen. "Die brauchen schon ein paar Minusgrade." Und auch bei den Ziergehölzen gehe der Trend zu den klein bleibenden Sorten. Den Abschluss bildeten die traditionellen Balkon- und Sommerpflanzen. "Sie werden immer bunter und immer vielfältiger", informierte Treiber.

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