08.03.2018 - 20:00 Uhr
Luhe-Wildenau

CSA-Landesvorsitzender Joachim Unterländer besucht soziale Einrichtungen Kampf um Personal

Fachkräfte werden händeringend gesucht. Auch beim Sozialdienst Sonnenschein und beim Sozialkompetenz-Centrum-Oberpfalz. Dort hörte sich jetzt ein hoher Gast um.

von Hans MeißnerProfil

Information ist für die Politiker wichtig, vor allem wenn sie aus dem Munde der Betroffenen kommt. So geschehen beim Besuch von CSA-Landeschef Joachim Unterländer. Der Landtagsabgeordnete folgte der Einladung von CSA-Landesschatzmeister und drittem Bürgermeister Hans Meißner. Unterländer ist Vorsitzender im Sozialausschuss im Bayerischen Landtag. Den Gast aus München begleiten CSA-Bezirksvorsitzender Reiner Meier, Kreischef Armin Bulenda, CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger und CSA-Urgestein Josef Pollak. Christine Späth, Sabine Kroy-Leci und Franziska Schmid waren ihre Gesprächspartnerinnen vom Sozialdienst Sonnenschein. Der Oberwildenauer Sozialdienst hat sich seit der Gründung 1999 gut entwickelt und immer wieder neue Betätigungsfelder besetzt. 250 Patienten werden von über 80 Pflegekräften tagtäglich fürsorglich gepflegt. Hinzu kommen die Personen im betreuten Wohnen und die Versorgung in der Tagespflege.

"Wir sind ständig auf der Suche nach Fachpersonal", hieß es. Die von der künftigen Bundesregierung angekündigten 8000 neuen Pflegekräfte seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Um neue Pflegekräfte muss man derzeit kämpfen, oftmals könne man mit anderen Unternehmen bei den Löhnen aber nicht mithalten.

Christine Späth berichtete, dass die Überprüfung durch den MDK zum dritten Mal hintereinander eine 1,0 gebracht habe. Als wünschenswert befand Kroy-Leci, dass ausländische Fachkräfte eine schnellere Anerkennung erhalten: "Wir bräuchten sie dringend." Es gebe aber auch positive Entwicklungen, so Franziska Schmid. Bei der Aufnahme von Neupatienten bringe das neue System eine wesentliche Erleichterung und Zeitersparnis.

Zweite Station der Delegation war das Sozialkompetenz-Centrum-Oberpfalz (SKTO) in Neudorf bei Luhe, das Geschäftsführer Toni Kellermann sowie Stellvertreterin und Pädagogische Leiterin Lisa Schmaderer vorstellten. SKTO beschäftigt sich ausschließlich mit Kindern und Jugendlichen und deren Problemen. "Wir haben für alle Probleme eine Lösung", sagte Kellermann. Das einzige Betätigungsfeld, das derzeit rückläufig ist, sei der begleitete Umgang mit alleinreisenden Jugendlichen. "Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt und sind der Zeit weit voraus", sagte Lisa Schmaderer. Die Behörden "hängen hier noch nach".

Für dringend notwendige Maßnahmen fehle Geld. "Vorbeugen ist billiger als Heilen." Auch SKTO klagt über Fachkräftemangel. Und auch in diesem Fall seien Fachkräfte stark umworben, wobei SKTO bei den anderswo bezahlten Löhnen nicht konkurrieren könne - "weil wir dies auch nicht erstattet bekommen, wie Kellermann erklärte.

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