18.09.2017 - 21:00 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Oberwildenauer diskutieren mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht Züge sollen weiter rollen

Die CSU bleibt ihrem Weg treu. Nach erfolgreichen Biergartengesprächen heißt Vorsitzender Roland Rauch jetzt mehr als 40 Zuhörer auf der Terrasse des Sportheims willkommen. Sie nutzen rege die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht.

Die Oberwildenauer diskutierten mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht (links) die Dauerthemen Eisenbahn und Ostbayernring. Bild: exb
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Oberwildenau. Die vor zwei Jahren erfolgte Abstufung zur Eisenbahn-Bedarfshaltestelle ist vielen Bürgern noch ein Dorn im Auge. Egal bei welcher Witterung, müssen die Fahrgäste nun am Bahnsteig stehen, damit sie rechtzeitig vom Lokführer gesehen werden. Und das, obwohl im Vergleich zu anderen Haltestellen entlang der Bahnstrecke zahlreiche Schüler und Pendler in Oberwildenau ein- und aussteigen.

Die Tatsache, dass mit dem nächsten Fahrplanwechsel nur noch die Alex-Fernzüge verkehren und die Regional-Express-Züge gestrichen werden sollen, stößt auf Unverständnis. "Erst wurde die Bahnstrecke teuer für die Neigetechnik ausgebaut, und nun soll keiner dieser Züge mehr fahren", merkten die Zuhörer kritisch an. Abgeordneter Rupprecht versprach, sich beiden Themen anzunehmen. Die Elektrifizierung dürfe nicht nur zu einer Zunahme der Güterzüge führen, auch der Personenverkehr müsse davon profitieren.

Auch die Lärmbelastung durch die Autobahn wurde angesprochen. Das Grinding-Verfahren, so Rupprecht, zeige Erfolge und solle ausgeweitet werden. Der geplante Ostbayernring bereitet vielen Landwirten Kopfzerbrechen. Johann Kick aus Grünau sprach sich erneut für den Kompaktmast aus, da dieser landschaftsverträglicher als der Gittermast sei. Weiterer Punkt waren die zunehmenden Leerstände in den Ortschaften. Um dieses Problem zu lösen, müssten Anreize geschaffen werden. Eine Möglichkeit sieht Rupprecht in der Kombination von Städtebauförderung und Dorferneuerung sowie einer finanziellen Förderung von Architektenleistungen. Zudem bedürfe es einer Änderung beim Denkmalschutz, um bestimmte Maßnahmen zu vereinfachen.

Breiten Raum nahm auch der demografische Wandel ein. Ziel sei es daher, eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land herzustellen, so Rupprecht. "Unsere jungen Leute wollen in der Region bleiben. Hier lebt der Freundeskreis, und das soziale Umfeld passt."

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