19.04.2013 - 00:00 Uhr
Luhe-WildenauSport

Fußball-Abteilungsleiter Mutzbauer kritisiert: Verhalten nicht mit Bezirksligafußball vereinbar: Heißt SC Sport- oder Spaßclub?

"Der SC Luhe-Wildenau hat das vergangene Jahr in sportlicher Hinsicht und auch im finanziellen Bereich mit Erfolg abgeschlossen." So fasste in der Jahreshauptversammlung im Sportheim Vorsitzender Wilhelm Hagler die Entwicklung des Vereins zusammen. Die Zufriedenheit mit der Situation spiegelte sich in den Neuwahlen wider. Die Mitglieder bestätigen Hagler einstimmig als Vereinschef.

Beim SC Luhe-Wildenau bleibt Wilhelm Hagler (vorne, Dritter von links) Vorsitzender, sein neuer Stellvertreter ist Norbert Stich (vorne, Zweiter von links)., Jürgen Ebenschwanger ist Kassier, Georg Dirscherl Schriftführer. Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Das Amt des Abteilungsleiters Fußball blieb allerdings vakant. Deshalb kümmert sich bis auf weiteres ein Team um die Aufgaben. 68 Mitglieder hörten sich in der Versammlung die Berichte aufmerksam an. Schriftführer Georg Dirscherl legte die Statistik vor: Der SC hat 508 Mitglieder, von denen 328 der Fußballabteilung, 97 der Turnabteilung und 83 den Keglern angehören. Kassier Jürgen Ebenschwanger stellte die finanzielle Situation des Vereins dar.

Hoffenheim der A-Klasse

Fußballabteilungsleiter Armin Mutzbauer nahm kein Blatt vor den Mund. Er richtete klare Worte an die Spieler: Jeder müsse sich überlegen, ob das "SC" für Sport- oder Spaßclub stehe. Private Interessen wie mehrwöchige Urlaube oder Hochzeiten der Verwandtschaft siebten Grades seien ganz einfach nicht mit Bezirksligafußball vereinbar. Die Reservemannschaft, eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Neudorf, nannte Mutzbauer das "Hoffenheim der A-Klasse". Die Trennung vom Trainer, der Einsatz eines Interimstrainers, gefolgt von einem Trainerquartett, ließen diese Folgerung zu, meinte der Spartenchef, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Ein kleiner Kader und mangelnder Trainingseifer machte er als Hauptmanko der Saison aus. Die Frage sei, ob der Bayerische Fußballverband die Spielgemeinschaft auch in der neuen Saison genehmige.
Markus Argauer machte deutlich, dass 2012 das bisher sportlich erfolgreichste Jahr der Alten Herren war. Das Team habe von 16 Spielen keines verloren. Günther Fellner hob in seiner Bilanz über den Kegelsport den ersten Platz der Herren verbunden mit dem Aufstieg in die Bezirksliga A Nord hervor. Andrea Imbs listete die Erfolge der Jugendkegler auf, darunter der Meistertitel der U 18 in der Kreisklasse und der erste Platz Manuel Kesslers bei der Kreismeisterschaft in der Klasse U 18.

"Das Kinderturnen ist ein Dauerbrenner. 57 Akteure sporteln mit", erzählte Bettina Ebenschwanger über die Turnabteilung. Die Damenriege hatte in den Sportstunden zwischen 18 und 24 Teilnehmerinnen.

Bei den Neuwahlen vereinigte Vorsitzender Hagler alle Stimmen auf sich. Sein neuer Stellvertreter ist Norbert Stich, nachdem Siegmund Frischholz nach 30-jähriger Funktionärstätigkeit auf eine Kandidatur verzichtete. Dirscherl bleibt Schriftführer, Ebenschwanger Kassier. Nach dem Rückzug Mutzbauers ist diese Funktion vakant. In der Versammlung fand sich kein Nachfolger. Vorübergehend werden deshalb Christian Duschner, Thomas Kick, Oliver Prawda und Jürgen Ebenschwanger in die Bresche springen. Ähnlich schwierig war die Neubesetzung der Spartenleitung Jugendfußball. Schließlich erklärte sich Walter Ebenschwanger bereit, das Amt nochmals kommissarisch zu übernehmen.

Fellner an der Keglerspitze

Die Kegelabteilung führt Günther Fellner, die Jugendkegelabteilung Andrea Imbs. Die Alten Herren betreut Markus Argauer. Dem Ausschuss gehören Christian Duschner, Michael Grünwald, Nikolaus Sternkopf (neu), Oliver Prawda, Helmut Eder, Gerhard Kres, Josef Rauch und Dominik Ruppert an. Die Kasse prüfen Josef Hägler und Georg Mutzbauer.

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