11.02.2018 - 20:36 Uhr
Luhe-Wildenau

Fußball SC Luhe-Wildenau liebäugelt mit Aufstieg

Vertrag mit dem Trainer verlängert, starken Neuzugang verpflichtet, den Aufstieg als Ziel: Beim SC Luhe-Wildenau läuft es aktuell rund. Und es sind nicht die einzigen positiven Nachrichten beim Kreisligisten.

Roland Rittner (rechts) bleibt auch in der Saison 2018/19 Trainer beim SC Luhe-Wildenau, Benjamin Scheidler (links) stieß in der Winterpause zum SC-Kader. Beide wollen in der Restrunde der Kreisliga Süd an einem möglichen Bezirksligaaufstieg der Schwarz-Roten arbeiten. Bild: A. Schwarzmeier
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Vor rund zweieinhalb Jahren sah die Welt beim Sportclub noch zappenduster aus. Die Fußballsparte lag komplett am Boden. Aufgrund akuten Spielermangels standen der Rückzug in die B-Klasse oder gar die komplette Abmeldung vom Spielbetrieb im Raum. Diese dunkle Zeit haben die Fußballer hinter sich gelassen. "Wir haben vom Platzwart bis hin zum Sportheimwirt wieder ein funktionierendes Team", freuten sich Sportlicher Leiter Thomas Diertl und Teammanager Stefan Grünwald am Freitagabend bei einem Pressegespräch: "Der SC blickt positiv in die Zukunft."

So zuversichtlich, dass die Rückkehr in die Bezirksliga ein konkretes Thema ist. "Wir werden alles versuchen, um am Ende ganz vorne mit dabei zu sein", kündigte Trainer Roland Rittner den sportlichen Angriff in der Restrunde an. Von der Qualität seiner Spieler ist Rittner überzeugt: "Wir haben die beste Mannschaft in dieser Liga. Ich glaube fest daran, dass wir um einen der ersten beiden Plätze spielen werden, wenn wir von Verletzungen verschont bleiben." Aktuell belegt der Sportclub mit 33 Punkten Tabellenplatz vier hinter SSV Paulsdorf (1./35), TuS Rosenberg (2./34) und FV Vilseck (3./34).

Dass die Luhe-Wildenauer in der Winterpause mit Benjamin Scheidler einen erfahrenen Spieler verpflichten konnten, begrüßt Rittner ausdrücklich. "Benni ist mit seiner Erfahrung jemand, der auf dem Platz die Richtung vorgeben kann. Ein solcher Führungsspieler tut gut." Der 34-jährige Scheidler, der bei der SpVgg SV Weiden und der DJK Ammerthal in der Bayernliga kickte und zuletzt Spielertrainer beim Kreisligisten DJK Irchenrieth war, nennt "sportliche Ambitionen" für seinen Wechsel: "Der SC spielt um den Aufstieg. Ich hoffe, ich kann dem Team helfen."

Unabhängig von einem möglichen Aufstieg hat der Verein in Sachen Trainer die Weichen gestellt. Roland Rittner bleibt dem SC treu und wird auch in der Saison 2018/19 die sportliche Verantwortung inne haben. "Ich habe immer gerne mit jungen Leuten gearbeitet. Es macht einfach Spaß, hier", meinte Rittner. Der 64-Jährige (Ich bin immer noch ehrgeizig") lobte sein Team: "Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, eine solche Mannschaft zu trainieren." Diertl nannte die Weiterverpflichtung von Rittner "ein Stück Kontinuität."

Ein weiterer Eckpfeiler bleibt für die Schwarz-Roten die Zusammenarbeit mit dem SV Etzenricht. Auch in der nächsten Saison wird man mit dem SVE eine Spielgemeinschaft für die zweite Mannschaft bilden. So gut wie feststeht, dass der Sportclub erstmals eine Frauenmannschaft für die Kreisliga melden wird. "Die Planungen sind ganz konkret. 14 Damen für den Kader sind bereits fix", sagte Diertl. Im Jugendbereich wird es weiterhin die bewährte Spielgemeinschaft mit dem FC Luhe-Markt und TSV Neudorf geben.

"Offensiv" angehen will der Verein in den kommenden Monaten das Thema "Integration von Flüchtlingen". "Wir stellen uns ganz bewusst dieser Aufgabe", betonte Diertl. Kontakte mit Flüchtlingen, die beim SC Fußball spielen wollen, seien bereits geknüpft. Insgesamt gehe es darum, den Verein noch breiter aufzustellen - auch bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. "Die Firmen Höhbauer und Grünwald sind unsere wichtigsten Sponsoren", betonte Diertl. "Wir wollen aber hier noch intensiver Ausschau halten."

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