18.03.2018 - 20:28 Uhr
Luhe-Wildenau

Kegler des SC Luhe-Wildenau steigen aus der 2. Bundesliga ab Es ist vorbei

Plötzlich ist die Tür für die Kegler aus Luhe-Wildenau zum Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga wieder etwas offen. Doch der SC bleibt im Heimspiel gegen das Schlusslicht vieles schuldig.

von Norbert DietlProfil

"Aus der Traum." Der SC Luhe-Wildenau kann die urplötzlich vorhandene große Chance auf den Klassenerhalt nicht nutzen und unterliegt nach einer bescheidenen Vorstellung dem Tabellenschlusslicht KV Liedolsheim auf eigener Bahn mit 2:6 (3370:3386).

Damit muss der SC nach nur einem Jahr Zweitliga-Zugehörigkeit wieder zurück in die Bayernliga. Der auswärts noch sieglose Tabellenletzte und als Absteiger bereits feststehende KV Liedolsheim war ohne seinen Spitzenkegler Stefan Seitz angereist. Man kann darüber spekulieren, dass dieser Umstand und die Tatsache, dass der SC das letzte Heimspiel mit neuem Bahnrekord gewonnen hatte, für eine gewisse Überheblichkeit bei den Hausherren sorgte. Aber der Schuss ging nach hinten los.

Dass sich Michael Grünwald mit seinem Heimschnitt von 557 Holz an Hermann Leopold mit einem Auswärtsschnitt von 575 Holz die Zähne ausbeißen könnte, war nicht unrealistisch. Der Mannschaftspunkt ging an die Liedolsheimer. Aber auch den zweiten Mannschaftspunkt verbuchten die Gäste für sich. Ein gesundheitlich angeschlagener Ivan Bosko kam gegen Jan Löffler zwar zu einem 2:2, musste den Mannschaftspunkt aber mit 569:585 Holz an Löffler abgeben, so dass Liedolsheim völlig überraschend mit 2:0 und 55 Holz vorne lag. Schon im Mitteldurchgang machten die KVler den Sack zu und schickten den SC in die Bayernliga. Sowohl Patrick Fickenscher als auch Daniel Wutz waren gegen Matthias Michalske und Florian Remiger chancenlos.

Enttäuschung groß

Selbst wenn Manuel Kessler und Manuel Klier ihre Spiele gewinnen würden, mehr als ein 4:4 wäre für den SC nicht mehr drin gewesen. Und auch bei einem Unentschieden war der Klassenerhalt nicht mehr möglich. Somit war es völlig uninteressant, dass Hirschau in Lorsch Schützenhilfe leistete. Die Enttäuschung bei den Hausherren war riesengroß. Es tat sich aber nirgendwo das Loch auf, in das man sich hätte verkriechen können. Wer in dieser Situation noch ernsthaft an den Klassenerhalt glaubt, der muss sich daheim anders präsentieren.

Einzelergebnisse

Michael Grünwald - Hermann Leopold: (129:162, 135:140, 134:141, 143:137) 541:580 - Satzpunkte: 1:3 - Mannschaftspunkte: 0:1; Ivan Bosko - Jan Löffnler: (145:145, 130:155, 152:152, 142:133) 569:585 - 2:2 - 0:2; Patrick Fickenscher - Matthias Michalske: (136:138, 158:156, 138:150, 136:149) 568:593 - 1:3 - 0:3; Daniel Wutz - Florian Remiger: (148:132, 128:158, 133:138, 126:133) 535:561 - 1:3 - 0:4; Manuel Kessler - Sandro Zieger: (152:116, 138:121, 132:144, 148:136) 580:517 - 3:1 - 1:4; Manuel Klier - Lukas Rauch: (159:130, 146:127, 132:146, 140:147) 577:550 - 2:2 - 2:4; Kegelpunkte: 3370:3386 - Voll: 2244:2240 - Abräumen: 1126:1146 - Fehler: 12:27 - Satzpunkte: 10:14 - Mannschaftspunkte: 2:6

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