06.02.2018 - 11:50 Uhr
Luhe-Wildenau

125 Jahre Katholischer Männerverein Männer mit Mut und Standpunkt

Der Katholische Männerverein feiert 125. Geburtstag. Dass er entstand und so lange durchgehalten hat, ist jedoch keineswegs selbstverständlich.

Am Zug zur Pfarrkirche beteiligen sich viele kirchliche Vereine. Bild: mue
von Martin MüllerProfil

Luhe. Mit einem KIrchenzug und einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche beging der Männerverein sein Jubiläum. Anschließend ging es zum Weißwurstfrühstück im Pfarrheim. "Ihr seid eine lebendige Zelle der Männerseelsorge im Bistum", sagte Domkapitular i.R. Prälat Peter Hubbauer, der mit Landespräses Monsignore Wolfgang Witzgall und Pfarrer Arnold Pirner den Gottesdienst zelebrierte.

Hubbauer erinnerte an das Gründungsjahr 1893. "Es war eine Zeit, in der die Freidenker die Gläubigen verunsicherten und eine Verweltlichung des Glaubens stattfand. So steht auch in den Gründungsstatuten, dass es Zweck des Männervereins ist, Kirche und Gesellschaft zu schützen."

Hubbauer erinnerte auch daran, dass 1893 die mitteleuropäische Zeit eingeführt und der Dieselmotor erfunden wurde. "Die Gründungsväter waren Männer, die den Mut hatten zu ihrem Glauben zu stehen."

Habe es früher oftmals nur zur Gewohnheit oder Pflichterfüllung gehört, zum Beichten oder in die Kirche zu gehen, so sei jeder, der sich heute zur Kirche und zum Männerverein bekenne, ehrlich und von der Sache überzeugt. "Nur der Glaube kann uns auf viele Lebensfragen eine Antwort geben." Hubbauer appellierte an alle, die Männervereine nicht sterben zu lassen und rief zum Zusammenhalt auf. In den Fürbitten betete man um die Befreiung der Welt vor Hass, Hunger und Krieg und um den Geist der Liebe und Versöhnung in den Familien.

Der Kirchenchor St. Martin unter der Leitung von Rita Gleißner sang die Messe von Gounod. Im Pfarrheim begrüßte Vorsitzender Wolfgang Eimer begrüßte im Pfarrheim auch viele kirchliche Vereine und Gremien sowie Ehrenvorsitzenden Werner Kreller. Landespräses Wolfgang Witzgall aus Bamberg sagte: "Das klassische Rollenbild des Mannes hat sich verändert, und die Männervereine helfen dabei, es neu zu leben." Er ermunterte die Männer, weiterzumachen, um ein wichtiger Teil einer christlichen Gemeinde zu sein.

Präses Pirner bezeichnete den Männerverein als tragende Säule der Pfarrei. "Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, eine Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu haben, die Halt gibt, den eigenen Glauben stärkt und in die Kirche, Pfarrei und Gesellschaft wirkt." Er wünschte neue, jüngere Mitglieder. Grüße vom Diözesan- und Landesverband der Katholischen Männergemeinschaften überbrachte Diözesanvorsitzender Alois Lukas. Er dankte Vorsitzendem Wolfgang Eimer, der es geschafft habe, den Ortsverband zu beleben. In der Diözese gibt es noch 18 Gemeinschaften.

Bürgermeister Karl-Heinz Preißer, selbst Mitglied, freut sich, dass die Männergemeinschaft trotz Mitgliederschwunds einen wichtigen und aktiven Teil des Vereinslebens darstellt. Viel beachtet war eine Tafel mit allen Original-Sterbebildern von den Wiedergründungsmitgliedern von 1948, langjährigen Mitgliedern und Ortsgeistlichen, die Horst Jürgen Pistory zusammengetragen hatte.

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