Bewegender Abschied von Pater Thomas
Indischer Urlaubsvertreter zum letzten Mal am Altar

Pfarrgemeinderatssprecherin Ulrike Duschner und Gesitlicher Rat Arnold Pirner verabschieden Pater Thomas mit einem Geschenk. Bild: rgl
Vermischtes
Luhe-Wildenau
07.09.2017
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Der aus Indien stammende Vincentiner-Pater Thomas Cheruvil verabschiedet sich von den Gläubigen der Seelsorgegemeinschaft. Seine fünfte Ferienvertretung ist auch seine letzte.

Im Frühjahr 2018 beendet er in Rom sein Philosophiestudium mit der Promotion und kehrt anschließend in die Heimat, den Bundesstaat Kerala in Südindien zurück. Dort wird er in der Priesterausbildung seines Ordens tätig sein. Fünf Jahre lang hatte er im August Pfarrer Arnold Pirners Urlaubsvertretung übernommen.

In Neudorf dankte ihm Reiner Reisnecker vom Pfarrgemeinderat beim Vorabendgottesdienst für seinen Einsatz, in Oberwildenau Kirchenpfleger Hans Häusler, und in Luhe galt es beim Festgottesdienst anlässlich des Schutzengelfestes "auf Wiedersehen" zu sagen. Pfarrgemeinderatssprecherin Ulrike Duschner dankte Pater Thomas für die schönen Gottesdienste, die Freundlichkeit, die nette, gesellige Art und den Humor. "Danke für die schöne Zeit, die wir mit Ihnen verbringen durften und dass wir Sie kennenlernen durften."

Der Geistliche gab dann ein paar Kostproben seiner Bayerisch-Kenntnisse wie "Wois i niad" und "Passt scho". Er habe viel gelernt, unter anderem Fleiß, Wohltätigkeit, Liebe, Sorge und deutsche Pünktlichkeit. Bei Ausflügen durfte er viele Orte und Sehenswürdigkeiten in der Oberpfalz und Niederbayern besuchen. Stets habe er Fahrer gefunden.

"Eine Menge köstlicher Dinge habe ich kennengelernt: Schweinshax'n, Schweinebraten mit Spotz'n, Dotsch mit Apfelkompott, Bratwurst und Sauerkraut, Weißwurst und Brezen", berichtete Pater Thomas. Er dankte Pfarrhausfrau Rita Gleißner und allen anderen Frauen, die für ihn gekocht hatten. Auch für sie hatte er eine bayerischen Spruch parat: "In Gott's Nam, ess mas zam!"

"Vielen Dank für Ihre Spenden und die Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben. Ich habe keine Worte, um Ihnen für Ihre Anteilnahme und Liebe zu danken. Möge Gott euch alle segnen", wünschte der scheidende Geistliche. Pfarrer Pirner sei ihm im Lauf der Jahre ein guter Freund geworden. Er sei immer freundlich und großzügig gewesen und habe ihm im Pfarrhaus stets freie Unterkunft gegeben und ihn zum Essen eingeladen. "Worte sind begrenzt, um meinen Dank auszudrücken. Ich werde die Erinnerungen an Sie immer in meinem Herzen bewahren und für Sie beten."

Pirner verabschiedete sich mit herzlichen Worten und einer festen Umarmung. Er wünschte Gottes Segen für die Zukunft und vielleicht ein Wiedersehen in Deutschland oder Indien.
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