26.01.2018 - 15:10 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Gründungsjahr lange nicht bekannt Männerverein mit Geschichte

Der Katholische Männerverein blickt am 4. Februar auf 125 Jahre zurück. Dies geht aus den Statuten hervor, die der damalige Präses Johann Stich 1990 im Diözesanarchiv Regensburg ausfindig gemacht hat. Pfarrers Mauerer hat damals angeregt, den Verein zu gründen. An der Spitze stand der frühere Bürgermeister und Landwehroffizier M. Siegert.

25 Jahre, seit der Wiedergründung gehörten diese Männer dem Kath. Männerverein an. Von links sitzend: Georg Forster, Johann Donhauser, Matthias Brunner, Eduard Windisch und Martin Kiener. Stehend von links: Pfarrer Josef Sauer, Eduard Schwarz, Josef Jäger, Georg Hirmer, Hans Drexler, Martin Müller, Ludwig Spindler und Christoph Bauer. Die Ehrung fand 1973 statt
von Martin MüllerProfil

Weitere Aufzeichnungen aus dem Vereinsleben von der Gründung bis 1948 sind nicht mehr auffindbar. 1948 gründete sich auf Initiative des damaligen Pfarrers Johann Stadler das Katholische Werkvolk, aus dem später die KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung) hervorging. 1950 wurde dann der 1893 gegründete Katholische Männerverein wiederbelebt und mit dem Katholischen Werkvolk zu einer Vereinsgemeinschaft zusammengeführt. Seit dieser Zeit bilden beide Vereine eine Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Vorstand.

Nachfolgend einige Auszüge aus den Statuten von 1893. In Paragraf 6 heißt es: "Jeden ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr ist politische Versammlung im Vereinslokal bei Gastwirt Sebastian Meier im Zimmer des ersten Stockes. An den übrigen Sonntagen sind gesellige Zusammenkünfte in den anderen Gasthäusern, an denen politische Reden ausgeschlossen sind." Oder Paragraf 7: "Mitgliederbeiträge an Geld werden nicht erhoben. Der Verein hofft, dass diejenigen Mitglieder, die dazu im Stande sind, halbjährig eine halbe Mark als Beitrag leisten, was für die Beleuchtung und Beheizung des Lokals verwendet wird."

1973 feierte die Vereinsgemeinschaft 25-jähriges Bestehen, da zu diesem Zeitpunkt der tatsächliche Gründungstermin noch nicht bekannt war. In Anwesenheit von Diözesanpräses Hofmeister und Bezirkspräses Pfarrer Bock wurden im Gasthof Herdegen 16 Gründungsmitglieder geehrt (Bilder). Im Jahr 1993 feierte man dann das 100-jährige Bestehen, nachdem nun bekannt war, wie alt der Verein bereits ist. Nach einem Festgottesdienst mit Domkapitular Prälat Alois Reindl fand im Pfarrheim der Festabend statt. Die Vorsitzenden seit 1950 waren: Christoph Bauer bis 1979, Leonhard Stangl von 1980 bis 1982, Georg Kiener von 1983 bis 1985, Leonhard Stangl von 1986 bis 2000, Werner Kreller von 2001 bis 2009. Wolfgang Eimer steht dieser Zeit an der Spitze.

Als Präsedes wirkten Pfarrer Johann Stadler von 1950 bis 1955, Pfarrer Josef Sauer von 1955 bis 1974, Pfarrer Josef Scherr von 1974 bis 1983, Pfarrer Johann Stich von 1983 bis 1991, Pfarrer Josef Schön von 1991 bis 2008. Seitdem betreut Pfarrer Arnold Pirner die Männer als geistlicher Begleiter. 2010 wurde beschlossen, die Gemeinschaft mit Altkolpingmitgliedern zu verstärken, da die Mitgliederzahl wegen vieler Sterbefälle und wenig Neuaufnahmen ständig zurückging.

Hatte man um 1990 noch mehr als 70 Mitglieder, so sind es heute weniger als die Hälfte. Am 22. Oktober 2016 freute sich der Verein, das zur Diözesanversammlung neu angeschaffte Banner segnen zu können. Das Banner trägt die Aufschrift "Katholische Männer Luhe Sankt Martin". Die Vereinsgemeinschaft ist Mitglied im Diözesanverband und im Landesverband "Katholischer Männergemeinschaften".

Heute ist die Gemeinschaft ein Zusammenschluss Gleichgesinnter, die sich als Katholiken und engagierte Christen zur Kirche bekennen. In der Regel treffen sich die Mitglieder einmal im Monat bei einer Versammlung zu gesellschaftlichen, religiösen, kulturellen oder sozialen Themen. Vorsitzender ist Wolfgang Eimer, Stellvertreter Hans-Georg Birkmüller, dritter Vorsitzender Johannes Käs.

Festprogramm

Am Sonntag, 4. Februar, wird der Gründung vor 125 Jahren gedacht. Um 9 Uhr beginnt der Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit Domkapitular i.R. Prälat Peter Hubbauer. Dann schließt sich im Pfarrheim ein kleiner Festakt mit Frühschoppen und Weißwurstessen an. (mue)

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