Holländische Delegation übergibt Wärmflasche an Museum
"Herzerwärmender Zeitzeuge"

Im Zweiten Weltkrieg hielt die Wärmflasche eine Familie in Holland warm. Geschweißt wurde sie von deutschen Soldaten - ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder. Nun ist sie im Heimatmuseum zu besichtigen. Bild: bk
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Luhe-Wildenau
05.01.2017
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Kaltenbrunn. Sie ist nicht nur eine gewöhnliche Wärmflasche. Sie ist ein Symbol für Menschlichkeit während der Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Nun können sie Besucher im Heimatmuseum besichtigen. "Jedes Jahr kommt eine Delegation des DOSC Den Dolder (Provinz Utrecht) aus Holland zum FC Kaltenbrunn", betont Alfons Bösl. Die Freundschaft besteht seit 1974. Bei einem Besuch im Mai vergangenen Jahres besichtigten die holländischen Besucher Bösls Heimatmuseum, in dem er Erinnerungen an alte Zeiten aufbewahrt. "Einer erzählte mir bei dieser Gelegenheit, dass er eine besondere Wärmflasche zu Hause hat", erinnert sich Bösl. Als der Gast ein kleiner Junge war, einer von zehn Kindern, waren deutsche Soldaten in Holland stationiert. Oft habe ihm seine Mutter später erzählt, wie kalt die Winter waren und wie sehr die Kinder froren. Auch gegenüber den deutschen Soldaten erwähnte die Mutter dies. Diese nahmen Bleche und schweißten der Familie eine Wärmflasche, die sie ihr an Heiligabend schenkte. "Meine holländischen Freunde waren deshalb der Meinung: Diese Wärmflasche muss nach Kaltenbrunn. Mitten im Krieg eine gute Tat, ein herzerwärmender Zeitzeuge."

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