06.02.2018 - 20:10 Uhr
Luhe-Wildenau

Jagdpächter und Landwirte vertragen sich gut Unruhe im Revier

Luhe. Von einem ruhigen Jahr mit nur geringen Wege-Instandsetzungen sprach Jagdvorsteher Bernhard Irlbacher in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft. Insgesamt besteht die Genossenschaft aus 254 Besitzgemeinschaften mit 1252 Hektar.

von Martin MüllerProfil

Von den vier Revieren fällt das Areal "Feld" wegen des Gewerbegebiets "Obere Tratt" bis zur Neuverpachtung 2021 unter die Verpachtungsgrenze von 250 Hektar. Seit kurzem liegt ein neuer Jagdkataster vor. Irlbacher bedankte sich für die jährliche Zuwendung von 300 Euro zur Instandsetzung vom Reiterhof Anzer. In diesem Jahr steht wieder ein Wild-Verbissgutachten an. Auf der "Unteren Tratt", südlich der Naabmühle, haben Biber einen Weg beschädigt, der nun ausgebessert wird. Vom Revier "Achberg" nördlich der Glaubenwieserstraße berichtete Karl-Heinz Fichtner. Er erwähnte 20 geschossene Wildschweinen, darunter einen mächtigen Keiler, sowie acht Füchse. Vermehrt seien bei Streifzügen Dachse zu sehen.

Fichtner bat die Landwirte, vor dem Mähen der Wiesen die Jäger zu verständigen, damit Rehkitze nicht überfahren werden. Fritz Loew vom Revier "Wasserleitung" beklagt, dass ein Drittel der Rehe überfahren werde. Auf den gut ausgebauten Forstwege sind sehr viele Quad- und Motocrossfahrer unterwegs, die das Wild erheblich störten.

Auch die aus einer maroden Umzäunung ausbrechenden Hochlandrinder seien schon seit einigen Jahren ein Problem. Keinen Ärger mit Wildschweinen gibt es im Revier "Luhe Forst", berichtete Gerhard Hagn. Es kämen wieder vermehrt Feldhasen vor, was am Verbiss festzustellen sei. Stephan Hofmann vom Revier "Feld" vermeldete wie alle anderen Jagdpächter, dass der Abschussplan erfüllt ist.

Durch die Diskussion um die Schweinepest sei der Preis für Wildschweinfleisch stark gesunken. Alle Jagdpächter lobten das gute Verhältnis zu den Landwirten. Einstimmig fiel auch der Beschluss, den Jagdpachtschilling wieder für den Wegebau zu verwenden. Bürgermeister Karl-Heinz Preißer kündigte an, dass der Obere Auweg bis zur Autobahnbrücke asphaltiert werde und somit von den Jagdgenossen nicht mehr unterhalten werden müsse.

Zustimmung fand ein Vorschlag des Vorsitzenden, durch die Luhe eine Furt zu bauen, damit eine Verbindung von der Straße vom Friedhof nach Meisthof in Höhe Aussiedlerhof Paulus zur Kreisstraße auf die andere Seite der Luhe geschaffen wird.

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