12.10.2017 - 18:24 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Mehrfacher Erntedank bei Siedlern Dank, aber auch flaues Gefühl

Für die Ernte Dank zu sagen, ist weit verbreitet. Die Siedler nutzen die Gelegenheit auch, um ihre treuen Mitglieder auszuzeichnen. Die Ehrenzeichen gehen im Naabtaalhaus ausschließlich an eine Familie.

Das goldene Ehrenzeichen des Verbandes Wohneigentum erhielt Helmut Grünbauer (von links), das Bronzenehrenzeichen dessen Sohn Markus und das silberne der Bruder des Vorsitzenden, Walter.
von Walter BeyerleinProfil

Oberwildenau. Vorsitzender Helmut Grünbauer hob in seiner Ansprache zum Erntedankfest die Abhängigkeit von der Natur und deren Kreisläufen hervor. Leider würde die Ernte oftmals nicht mehr richtig geschätzt, sondern falle nur dann auf, wenn schlechtes Wetter zu einer ebensolchen Ernte führe. "Wenngleich viele Menschen täglich aus dem Vollen schöpfen können, seien in vielen Ländern gute Ernten regelrecht lebensnotwendig."

Karl-Heinz Preißer erinnerte an das Engagement des Verbands Wohneigentum, für Straßenausbaubeiträge eindeutige Regelungen zu finden. "Das ist legitim und richtig", sagte der Bürgermeister. Im Markt Luhe-Wildenau werde die bisherige Praxis behalten, Straßenausbau- oder Ergänzungsbeiträge nur von den betroffenen Anliegern zu erheben. Man sei darauf bedacht, keine hohen Kosten entstehen zu lassen. "Hohe Beitragszahlungen sind für die Bürger nicht zumutbar." Wichtig sei ihm die Information der Betroffenen. Nach Möglichkeit würden deren Wünsche beim Ausbau berücksichtigt. Christian Benoist, Bezirksvorsitzender des Verbandes Wohneigentum, lobte die Aussagen des Rathauschefs. Seine Gedanken zum Straßenausbau nannte er wünschenswert auch für andere Kommunen.

Das Erntedankfest sei ein Tag, um dem Herrgott Dank für Essen, Trinken und Wohlstand zu sagen. "Wenn aber bewusst ist, dass aus Lebensmittel Treibstoff hergestellt wird, die Massenproduktion zu einer Vernichtung von Nahrungsmitteln führt, ein überschrittenes Haltbarkeitsdatum die Menschen zum Wegwerfen des Lebensmittels veranlasst, dann ergibt der Tag ein flaues Gefühl im Magen."

Benoist lehnte die Unterstützung von Wirtschaftsflüchtlingen ab. Ein klares Ja sagte er zur Hilfe von "echten Flüchtlingen" . Hier seien klare Differenzierungen notwendig.

Mit Grünbauer und Bürgermeister Preißer zeichnete er langjährige Mitglieder mit Urkunden und Ehrennadeln aus.

Seit 50 Jahren gehört Xaver Bauer der Siedlergemeinschaft an. Für 40 Jahre wurden Walter Weiß, Ernst Böhm und Armin Mittelmeier geehrt. Die Auszeichnung für 30-jährige Treue erhielten Georg Duschner, Karl Ermer, Gerhard Frischholz, Herbert Geiler, Gerhard Kres und Helmut Grünbauer. 20 Jahre sind Alfred Gilch, Ewald Schadt, Käthe Grünbauer und Günter Käs Mitglied. 10 Jahre gehören Hilda Kirchberger, Manfred Luber, Manfred Weiß, Erwin Gebhardt und Markus Grünbauer gehören der Siedlergemeinschaft an.

Besondere Auszeichnungen hatte der Bezirksvorsitzender für Aktive der Gemeinschaft mitgebracht. Das goldene Ehrenzeichen des Verbandes Wohneigentum erhielt Orts- und Kreisvorsitzender Helmut Grünbauer. Walter Grünbauer wurde mit dem silbernen Ehrenzeichen geehrt. Markus Grünbauer bekam die Auszeichnung in Bronze.

Kommentare

Um Kommentare vefassen zu können müssen Sie sich Anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.