16.04.2018 - 12:04 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Tierdrama in Luhe Storch stürzt auf Straße

Liebesdrama in Luhe. Auf dem Weg nach Hause zur Gattin, um das Nest für den Nachwuchs vorzubereiten, ist er tödlich verunglückt: Meister Adebar.

Da waren sie noch vereint und glücklich: Ein Storch des Luher Pärchens ist nun tot. Bild: exb
von Autor MHProfil

Luhe. Seit geraumer Zeit waren die Störche zu zweit auf dem Dach der Metzgerei Tretter und turtelten drauf los, um ihre gute Stube mit Nachwuchs zu füllen. Doch Ende letzter Woche sei eine Kundin in die Metzgerei gekommen und habe aufgeregt mitgeteilt "Euer Storch liegt da unten tot auf der Straße", erzählt Susanne Tretter.

Daraufhin seien sie los, um ihn heimzuholen. Er hätte noch ein Büschel Heu im Schnabel gehabt, sagt Karl Tretter, und sei wahrscheinlich auf dem Weg nach Hause in den Horst gewesen. Beim Abheben von einem Hausdach sei es passiert, der große Vogel abgestürzt und auf der Straße gelandet.

Nun hätte man erfahren, dass es dem "Kinderbringer" in der letzten Zeit nicht mehr so gut gegangen sein soll. "Er ist in den Wiesen gesehen worden, wo er mit herabhängenden Flügeln rummarschiert sei, ja fast sogar ein wenig getorkelt habe." Eine andere Kundin wusste, dass der Storch auch Probleme gehabt habe, Flughöhe zu erreichen und beinahe schon mal mit einem Lastwagen zusammengestoßen sei. Die Vermutungen über das Ableben sind nun vielfältig. Hat er sich vielleicht bei einer Auseinandersetzung mit einem Kontrahenten verletzt, hat er etwas "Unrechtes" gefressen, oder war es einfach nur Altersschwäche? Die Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz im Ort, Susanne Schwab, hat das Ableben nach Hilpoltstein an die Geschäftsstelle des LBV gemeldet. Dort wird genauestens Buch geführt über die Zugvögel. Ob das Weibchen nun aufgrund des heftigen Turtelns Eier gelegt hat oder noch legen wird, weiß man im Moment nicht. "Alleine wird sie es aber kaum schaffen, die Eier auszubrüten", sagt Schwab. Aber vielleicht findet sich ja noch ein Witwentröster.

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