04.04.2018 - 22:24 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Spezialisten für Innenausbau von Luxus-Villen und großen Yachten Qualität in aller Welt gefragt

100-jährige Firmentradition und Moderne sind kein Gegensatz. Dem ehemaligen Kreishandwerksmeister Karl Arnold gelingt eine Betriebsübergabe wie aus dem Lehrbuch. Die neuen Inhaber Thomas Wagner und Martin Kick zeigen mit ihrer Firma Arnold Möbelmanufaktur, dass die Internationalisierung im Handwerk keineswegs ein Fremdwort darstellt.

Der hochmoderne Maschinenpark erlaubt in der Schreinerei ein hohes Maß an automatisierter Fertigung. Sie wird ergänzt durch qualitätsvolle Handarbeit.
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Der mit der Branche vertraute Wagner und der ehemalige Arnold-Werkstattmeister Kick krempelten seit ihrem Einstieg 2010/11 die Schreinerei durchgreifend um. Sie steht heute auf fünf Standbeinen: Zu den klassischen Privatkunden kommt das Gewerbe mit qualitätsvollen "Arbeitswelten" für bekannte Unternehmen; in bester handwerklicher Qualität erfolgen auch der Residenzbau (riesige Herrenhäuser und Villen von Russland bis zu den USA) sowie die luxuriöse, maßgeschneiderte Innenausstattung von Yachten; einen ausgezeichneten Ruf genießt die Firma Arnold Möbelmanufaktur mit ihren Spezial-Türen für Brand- und Schallschutz sowie Schuss-sicheren Türen.

Wagner und Kick vertrauen bei der Neuausrichtung auf strukturierte Arbeitsprozesse bei hohem Automationsgrad durch modernste Maschinen, durchgängige Digitalisierung und komplettes Engineering für den Innenausbau. Die derzeit im Bau befindliche Erweiterung mit Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro verdoppelt noch einmal die Kapazitäten auf bis zu 45 Beschäftigte. "Wir setzen außergewöhnliches Design von Top-Architekten in handwerklicher Qualität um - und beschränken uns dabei nicht nur auf Holz", verweist Thomas Wagner auf Materialien wie Edelstahl, Leder, Stein, Metalle oder aufwendige Vergoldungen.

Höchste Präzision

Dazu gehören Holzverkleidungen mit Alcantara-Bespannungen ebenso wie Art-Deco-Profile für Villen in Russland und Skandinavien oder ein Herrenhaus in Deutschland ebenso wie der Innenausbau für 100-Meter-Yachten samt Kino. Wagner: "Dies hat mit normalem Möbelbau nichts zu tun." Höchste Präzision sei gefordert, nichts dem Zufall überlassen. Und selbstverständlich herrscht äußerste Diskretion. Der allseits in der Region beklagte Fachkräftemangel ist für die Arnold Möbelmanufaktur kein Thema. "Die Internationalisierung kommt bei den jungen Leuten sehr gut an", sagt Wagner. Die Kommunikation erfolge überwiegend auf Englisch; die Auszubildenden verfügen in der Regel über Mittlere Reife oder Abitur, und für die Spezialisten der Firma besteht die Option auf flexibles Home Office. Wagner: "Wir brauchen Vollprofis, die nicht nur handwerklich, sondern auch digital fit sind." Seit 2016 hat sich der Umsatz auf rund sechs Millionen Euro nahezu verdoppelt.

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