Firma Instratec aus Niederbayern hörte BR-Interview und bessert kostenlos Straße aus
Hilfe für "klamme" Gemeindekasse

Im Radiointerview hatte Bürgermeister Josef Schmidkonz über die "klamme Gemeindekasse" und den schlechten Straßenzustand geklagt. Die Firma Instratec bot Hilfe an und besserte einen halben Tag als Vorführaktion die schlimmsten Stellen aus. Im Bild zeigt Firmenchef Bernhard Neumaier (links) mit seinem Sohn Christian (Geschäftsführer, Dritter von links) und den Mitarbeitern der Firma Instratec zusammen mit Bürgermeister Josef Schmidkonz (Dritter von rechts), Marktrat Franz Schöner (Vierter von rechts), Stadtb
Lokales
Mähring
11.05.2012
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Ein "Herz für finanzschwache Grenzlandgemeinden" hat die Firma Intratec GmbH aus Eichendorf in Niederbayern. Inhaber Bernhard Neumaier hörte das Radiointerview mit Bürgermeister Josef Schmidkonz und Landtagsabgeordneten Hanisch. Damals beklagte das Gemeindeoberhaupt die "miese Finanzlage" der Grenzgemeinden und berichtete von kaputten Straßen. Spontan bot die Firma kostenlos für einen halben Tag eine ökologische Straßenreparatur an.

Bernhard Neumaier, der zusammen mit seinem Sohn Christian die Firma Instratec GmbH (Internationale Straßenreparaturtechnik) betreibt, hatte die Klagen von Bürgermeister Josef Schmidkonz gehört. Dies war für ihn der Grund, sich beim Bayerischen Rundfunk nach der Adresse zu erkundigen, um sich mit Schmidkonz "kurzzuschließen". Er bot der Gemeinde an, seine neue Technologie zur ökologischen Straßenreparatur vorzuführen und dabei einen halben Tag lang von 10 bis 16 Uhr kostenlos die Straßen zu reparieren.

Kostenlose Vorführung

"Die Randgemeinden zum ehemaligen ,Eisernen Vorhang' sind von der Infrastruktur her gesehen stark benachteiligt", weiß Bernhard Neumaier. Dies war für ihn ausschlaggebend, der Gemeinde Mähring die kostenlose Vorführung anzubieten und dabei die mit Schlaglöchern übersäten Straßen auszubessern, "bis das Material verbraucht ist". Bürgermeister Josef Schmidkonz nahm das Angebot gerne an. Am Sonntagabend rückte die Mannschaft aus Eichendorf dann mit den Maschinen an. Übernachtet wurde im Ferienhaus "Resi", damit es gleich am Montag früh losgehen konnte mit den Ausbesserungsarbeiten mit modernster Technik.
Zur Vorführung eingeladen wurden auch die umliegenden Gemeinden. Das Angebot wurde von Waldsassen, Neualbenreuth und Plößberg gerne angenommen, die Interesse an der neuen Technik hatten. Sie hat viele Vorteile: Reparaturen sind bei Temperaturen bis minus 15 Grad möglich, es sind keine Straßensperrungen nötig, da die Arbeiten als "Wanderbaustelle" vorgenommen werden können. Fräsgut kann wiederaufbereitet und kann wieder verwendet werden. Je nach Temperatur benötigt der Lkw mit Vibrationswalze und absenkbarer Infrarot-Hochleistungsheizmatte nur zwischen 20 und 30 Minuten pro Schlagloch. Der Recycler mit integriertem isolierten Heizvorratsbehälter fasst 1,1 Kubikmeter Fräsgut.Die Straße ist kurz nach der Reparatur wieder befahrbar.

Zuschauer beeindruckt

Bernhard und Christian Neumaier begeisterten nicht nur Bürgermeister Josef Schmidkonz, Marktrat Klaus Schöner und die Bauhof-Bediensteten, auch Stadtbaumeister Hubert Siller aus Waldsassen sowie Bürgermeister Albert Köstler aus Neualbenreuth waren beeindruckt, ebenso wie viele Mähringer, die die Schlagloch-Ausbesserungen in der Binger Straße gespannt verfolgten. Das Besondere an der Technik ist zudem der nahtlose Übergang zwischen der bestehenden Asphaltdecke und der reparierten Asphaltdecke nach dem Einwalzen. Bürgermeister Josef Schmidkonz bedankte sich im Namen der Gemeinde für die kostenlose Vorführung. "Eine tolle Sache", schwärmte Schmidkonz, der die beiden Firmenchefs und ihre Mitarbeiter als Dank zu einer warmen Brotzeit einlud.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.instratec-gmbh.de/
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