Rückblick auf das Jahr 2016 in der Gemeinde Mähring
Weniger Zuschuss und keine Hilfe

Im Rückblick ging Bürgermeister Josef Schmidkonz auf das wichtigsten Stationen in 2016 ein. Bild: wg
Politik
Mähring
04.01.2017
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Die Gaststätte ist nicht der übliche Tagungsort. Doch bei der Abschlusssitzung des Gemeinderates durfte es schon mal gemütlicher zugehen. Um einen ausführlichen Bericht des Bürgermeisters kamen die Räte aber nicht herum.

Griesbach. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Gemeinde und seinen Räten feierte Josef Schmidkonz das Jahresende im Gasthof Rubenbauer. Dabei berichtete der Bürgermeister über die wichtigsten Maßnahmen in 2016 und gab auch einen Ausblick (Bericht folgt).

Zunächst erwähnte Schmidkonz die letzte Sitzung bei der unter anderem der Antrag auf die denkmalrechtliche Erlaubnis für die alte Mühle in der Hauptstraße in Mähring einstimmig genehmigt wurde. Marco Eckert aus Laub plant die Sanierung des Gebäudes. "Da gehört Idealismus dazu. Es ist ein ortsbildprägendes Gebäude, deshalb sind wir darüber sehr froh", bemerkte Schmidkonz zu dem Antrag von Marco Eckert.

Neue Mitarbeiter

Beim Treffen im Gasthof Rubenbauer mit dabei waren auch die neuen Mitarbeiter. Seit 1. September 2016 macht Katrin Kraus aus Dippersreuth ein Berufspraktikum im gemeindlichen Kindergarten, seit 16. September übt Christine Gradl die Busaufsicht als Nachfolgerin von Frau Schreiber aus. Ab 15. Januar wird Brigitte Meyer-Wurm die Nachfolge von Kerstin Hoffmann in der Verwaltung antreten. "41 Personen arbeiten für das Wohl unserer Bürger und unserer Gemeinde", berichtete Schmidkonz (Bericht über die Verabschiedung folgt). Im Rückblick erwähnte der Bürgermeister als größte Maßnahme den Ausbau der Breitband-Versorgung. Hier werden rund 1,25 Millionen Euro investiert. "947 000 Euro erhalten wir an Zuschuss, den Rest müssen wir aus der Gemeindekasse berappen." Leider wurde der für August zugesagte Fertigstellungstermin immer weiter nach hinten verschoben. Derzeit hofft Schmidkonz, dass bis Ende Januar alles fertig ist.

Hoher Besuch

Hohen Besuch erhielt die Gemeinde durch Heimat- und Finanzminister Markus Söder im "Gelebten Museum" sowie durch den Bundesvorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, der sich für die Meinung der Bürger zum Thema "Windkraft" interessierte. Zum Heimattreffen der Plan-Weseritzer kam Weihbischof Herwig Gössl aus Bamberg.

Bei den Zahlen für die Gemeinde ging der Bürgermeister zunächst auf die Einwohner ein. So seien 2016 insgesamt 15 Geburten und 25 Sterbefälle verzeichnet worden, so viele wie noch nie. 94 Zuzüge und 115 Wegzüge kamen überwiegend durch die Asylanten in Griesbach und Mähring zustande. Zum 1. Juli 2016 zählte die Gemeinde 1847 Einwohner.

Gutes Klima bei Sitzungen

Bei 14 Sitzungen des Marktgemeinderates seien 179 Tagesordnungspunkte behandelt worden, die meisten einstimmig. Sechs Gemeinderäte hätten alle Sitzungen besucht, lobte Schmidkonz. Unter den 15 Bauanträgen waren zwei Wohnhausneubauten. "Insgesamt haben wir ein hervorragendes Klima im Gemeinderat", unterstrich der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit. Zum Haushalt wusste Schmidkonz von einem Schuldenstand von 300 Euro pro Kopf. Damit würde die Gemeinde einen der geringsten Schuldenstände in der Region aufweisen. "Dafür wird man leider auch noch bestraft: Wir bekommen weniger Zuschüsse und müssen auch auf Stabilisierungshilfe verzichten", so Schmidkonz.

50 Kindergartenkinder und 15 Schüler (Mittagsbetreuung) werden im Kindergarten betreut. Kosten pro Kind für die Gemeinde: 2560 Euro. 60 Kinder besuchten die Schule in Großkonreuth. Kosten pro Kind: 1000 Euro. Für die Hauptschüler - mit Beförderung nach Tirschenreuth - betragen die Kosten 2150 Euro pro Kind. Die meisten Sorgen hatte die Gemeinde mit der Wasserversorgung. Nachdem im November 2015 Keime im Wasser festgestellt wurden, gab es viele Auflagen, Verbesserungsmaßnahmen und bis heute monatliche Nachuntersuchungen (jedes Mal ohne Befund). "Das kostet uns viel Geld." Etliches sei noch zu machen. 2016 wurden 121 000 Kubikmeter Wasser verbraucht. "Wegen der sinkenden Abnahme muss allerdings der Wasserpreis angepasst werden", meldete der Bürgermeister. Bei der Abwasserbeseitigung laufen wasserrechtliche Erlaubnisse aus in Großkonreuth (Kläranlage) und in mehreren kleinen Orten.

Beim Tourismus "spitze"

"Die Windräder in Asch wachsen", so Josef Schmidkonz. Wie es in Laub weitergeht, müsse man schauen. Gegen die zwei genehmigten Anlagen in Laub hat die Gemeinde Widerspruch eingelegt. "Wir erzeugen sowieso mehr Energie als wir verbrauchen können." Beim Tourismus sei die Gemeinde "spitze" im Landkreis mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 5,2 Tagen. Positiv sei das neue Museum in Mähring, hier galt Franz Schöner Dank, der die Museumsleitung übernommen hat. Die Weihnachtsausstellung war sehr gut besucht: An jedem Öffnungstag kamen 40 bis 60 Besucher.

Unzumutbare Zustände

Froh ist das Gemeindeoberhaupt, dass das Haus in Griesbach, in dem Asylanten untergebracht waren, im Sommer geschlossen wurde. "Die Zustände im Haus waren nicht mehr zumutbar." Angesprochen wurde Schimmel, Heizung und Zustand der Räume. Etliche der Flüchtlinge und Asylsuchenden in der Unterkunft in Mähring sind bereits anerkannt und dürfen sich eigene Wohnungen suchen, "sie gehen aber in die Städte, wo was los ist". Was die nächste Zukunft der Gemeinde bringen wird, war im Ausblick des Bürgermeisters zusammengefasst. (Bericht folgt)
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